Diagnose Stressfraktur & Bikini-Strategie: Warum mein April völlig anders lief als geplant

(Enthält Werbung durch Verlinkung) Der April hatte andere Pläne als ich. Ich hatte welche auch – aber der Körper hat einfach mal kurz das Steuer übernommen. Was meine Hausärztin noch als Achillessehnenentzündung eingestuft hatte, entpuppte sich nach Orthopäde, Röntgen und Ultraschall sehr wahrscheinlich als Stressfraktur (CT noch ausstehend). Eine ganz andere Hausnummer. Mit Unterarmstützen, Wartezimmern und erzwungener Langsamkeit habe ich trotzdem einiges auf die Beine gestellt. Na ja. Auf eines von zweien zumindest.

Wenn die Diagnose eine Weiterleitung ist

Eigentlich sollte es simpel sein: Achillessehnenentzündung, schonen, fertig. Meine Hausärztin war sich sicher. Der Orthopäde war es weniger – und nach zwei Besuchen, Abtasten, Röntgen und Ultraschall hielt ich eine Überweisung zum MRT in der Hand. Das MRT selbst war dann überraschend entspannt, ich war sogar früher raus als gedacht. Das Ergebnis: sehr wahrscheinlich eine Stressfraktur. Kein Drama im Sinne von Notfall – aber auch kein „einmal drüber schlafen und gut ist“.

Die Gehhilfen nerven. Aber sie geben einem unfreiwillig auch etwas: Zeit. Und eine neue Perspektive auf Wartezimmer. Als ob ich da nicht eh schon Stammgast wäre.

Roswitha hält zwei Unterarmstützen diagonal in die Luft – eine nach oben, eine nach unten – und schaut dabei in die Kamera
Unterarmstützen: vielseitiger als gedacht. Ich jedenfalls habe sie inzwischen aus einem anderen Blickwinkel kennengelernt.

Steuer-Rabbitholes und das Bikini-Konzept

Also habe ich meinen Schreibtisch zum Hauptquartier erklärt. Buchhaltung – das kann ich (einigermaßen), das ist kein Neuland. Aber mein Buchhaltungsprogramm hatte so seine eigenen Vorstellungen davon, was es mir ermöglichen wollte und was nicht. Ich stand vor Herausforderungen, für die ich Lösungen brauchte, die das Programm eigentlich nicht vorgesehen hatte. Was mich gerettet hat: ein Supportteam, das nach der x-ten Frage noch genauso geduldig und freundlich war wie beim ersten Mal – und mir jedes Mal wirklich abschließend weitergeholfen hat. So muss das sein.

Und dann war da noch der Wocheneinkauf bei Kaufland, der mich unverhofft in ein Rabbithole der Steuerpolitik gezogen hat – warum Süßkartoffeln dabei eine Rolle spielten, steht im verlinkten Beitrag.

Dazu kamen Webinare: „Souverän verhandeln“, „SEO 2026 im KI-Zeitalter“, „Den richtigen Marketingkanal finden“, „Rechtssicher online verkaufen“ und „Das Bikini-Konzept“ – das hat, falls du grade stutzt, nichts mit Bademode zu tun, sondern mit Content-Strategie. Mein Marketing-Kompass ist neu ausgerichtet.

Meine Worte in der Welt

Das ist jedes Mal wieder ein eigenes Gefühl: wenn aus stillen Gedanken am Schreibtisch plötzlich etwas wird, das andere hören, lesen, in den Händen halten.

Im April gab es davon gleich drei Momente.

  • Im Podcast. Am 10. April war ich im „15 Minuten“-Podcast von ARD Sounds zu hören – mit einer Sprachnachricht zum Thema Tauschgeschäfte als Reaktion auf steigende Lebensmittelpreise. Ein Thema, das gerade mehr als nur ein Randthema ist.
  • In der Anthologie. Meine Kurzgeschichte „Grundschule an der Kastanienallee“ ist frisch im Band 9 der Krimizimmerei erschienen – beim Papierfresserchen Verlag, ISBN 978-3-99051-441-2. Wer Krimis mag, darf gerne mal reinlesen. Es wird mörderisch. Buchstäblich.
  • Im Radio. Mein Gedicht „Umsorgt im eigenen Licht“ wurde für Radio Orange (Österreich) als Hörbeitrag aufgenommen. Ausgestrahlt wurde es am 24.April – aber die Freude darüber war schon im April mein stiller Begleiter.

Die Garage und das große Aufräumen

Das Highlight des Monats war baulicher Natur: Unser Vermieter hat endlich das Go gegeben. Die alte Garage wird umgebaut – Ron hat schon aufgeräumt und Platz geschaffen, ein Maurer wird eine Wand einziehen. Privat und geschäftlich sauber getrennt.

Der vordere Teil wird ein kleiner, begehbarer SB-Verkaufsraum u.a. für Gedankenteiler-Waren. Dass ich wegen meiner Haxen nicht mit anpacken konnte, hat mich mehr als einmal fuchsig gemacht. Aber zuzusehen, wie aus Chaos Struktur wird – das war Balsam.

Blick aus dem Fenster: Die schwarze Katze Minou sitzt auf der Fensterbank und beobachtet Ron, der auf dem Hof vor der geöffneten Garage steht
Minou übernimmt die Bauaufsicht – Ron hat das auch so akzeptiert.

„Das stille Vermächtnis“ – eine kurze Ansage

Das E-Book habe ich vorerst vom Markt nehmen lassen. Die Formatierung hat meinen eigenen Ansprüchen nicht standgehalten, und damit tue ich mir – und dir – das nicht an. Ich kläre gerade, ob es behoben werden kann.

In der Zwischenzeit: Die Print-Ausgabe ist da, sie ist schön, und man kann sie in den Händen halten – was ohnehin das bessere Gefühl ist. Versandkostenfrei bei Buch7 bestellen.

Zwei Exemplare des Buchs „Das stille Vermächtnis" von Roswitha Böhm auf einem Holzregal, daneben eine brennende Kerze
Das E-Book pausiert gerade – aber die Print-Ausgabe ist da und kann sofort in die Hände genommen werden. So wie es sich gehört.

Bürokratie, Datenschutz und ein Zeugnis aus einer anderen Realität

Mein Ex-Arbeitgeber hat mir ein Arbeitszeugnis ausgestellt, in dem außer meinem Namen kaum etwas gestimmt hat. Ich habe höflich um Korrektur gebeten – und den passenden Antrag fürs Arbeitsgericht vorsichtshalber schon mal rausgesucht. Ich habe da ja so Erfahrungen.

Außerdem habe ich im April Korrekturen bei der SCHUFA und bei einer Krankenkassenabrechnung durchgesetzt. Und die Kinokette, die mich seit 2024 ohne Einwilligung mit Newslettern beschickt: Die Datenschutzbehörde mahlt. Sehr. Langsam. Aber sie mahlt.

Aronia, Minou und vegane Experimente

Die Katzen hatten ihren monatlichen Tierarzt-Termin – Ron hat das diesmal alleine gemanagt. Beiden geht es den Umständen entsprechend gut. Minou genießt den Katzenbalkon, sobald es nicht zu windig ist, und döst stundenlang in der Sonne. Aronia hat mein Büro für sich entdeckt und gibt dort die ruhige Chefin. 🐱

Kulinarisch habe ich die erzwungene Langsamkeit genutzt und neue vegane Rezepte entwickelt. Einiges davon war essbar, manches sogar richtig gut – und einiges wird sicher ins Kochbuch wandern.

Avocado-Quinoa-Salat mit Himbeerdressing, Cherrytomaten und Sonnenblumenkernen auf einem weißen Teller
Eines der veganen Experimente des Monats – Avocado-Quinoa-Salat mit Himbeerdressing. Essbar war es definitiv. Mehr als das sogar. 🙂

Was sonst noch war

Wir feilen an neuen Produkten für den RoBo-Abenteuershop – dort gibt es übrigens auch Beiträge rund um Pen & Paper im Abenteuer-Logbuch.

Ich habe außerdem Platz gebraucht und einiges bei Kleinanzeigen eingestellt – schaut gerne mal rein: Bestandsliste 1 und Bestandsliste 2.

Und für die Abende: „Person of Interest“ auf Netflix hat mich durch den April gerettet. Absolute Empfehlung, wenn man sowieso gerade auf dem Sofa festsitzt.

Wie war dein April? Frühlingssonne oder Bürokratiegewitter? Ich bin gespannt – schreib mir gerne in die Kommentare.

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