Plotten oder einfach Losschreiben? Mein Prozess als Autorin

Ich speichere nicht unter einem neuen Dateinamen. Ich plotte nicht wirklich. Und meine Figuren entscheiden am Ende oft selbst, wohin die Geschichte geht. Was klingt wie kreatives Chaos, ist für mich der einzig funktionierende Prozess – und „Thema frei wählbar“ bei Ausschreibungen? Das ist mein persönlicher Albtraum. Ein ehrlicher Blick hinter die Kulissen meines Schreibens.

Manuskript fertig – und nun? Der Weg zum Buch

Der letzte Satz ist geschrieben. Das Manuskript ist fertig. Und jetzt? Was danach kommt, hat mich überrascht – nicht immer angenehm. Von der Paketwahl über Kategorien, die es für Mystery-Romane gar nicht gibt, bis zum Cover-Upload-Drama und der Erkenntnis, dass die Veröffentlichung mehr kostet als ein einzelnes Exemplar im Buchhandel: Mein ehrlicher Schritt-für-Schritt-Weg zu „Das stille Vermächtnis“.

Der perfekte Schreibplatz: Wo Kreativität bei mir wohnt

Holzregal im Büro von Roswitha Böhm mit Büchern aus eigenen Veröffentlichungen, rankenden Grünpflanzen, einer Lichterkette mit Glühbirnen, einem Hochzeitsfoto im selbstgebastelten Rahmen und verschiedenen kreativen Objekten. Im Vordergrund der Schriftzug „Der perfekte Schreibplatz".

Mein Büro ist ein ehemaliges Kinderzimmer im zweiten Stock – mit einer Sonnenlampe, die ich mir als Kind nie bekommen habe, einem Papasan, den die Katzen für ihren halten, und einem Regal, das meine ganze Autorinnen-Geschichte erzählt. Was einen Schreibplatz wirklich zum eigenen macht, und warum meine einzige Regel lautet: Nur Dinge rein, die glücklich machen

Self-Publishing vs. Verlag: Meine ehrliche Bilanz als Autorin

Das Buch „Das stille Vermächtnis" von Roswitha Böhm liegt zusammen mit einem blauen Notizbuch und einem Bleistift auf einem hellblauen aquarellierten Hintergrund. Links der Schriftzug „Self-Publishing oder Verlag?"

Ich stand in einer Buchhandlung, halb betäubt vom Zahnarzt, und hörte eine Buchhändlerin meinen Namen sagen. Jemand hatte mein Buch bestellt – ein völlig Fremder, bevor meine eigene Familie überhaupt in der Buchhandlung war. Was mich der Weg über BoD wirklich gekostet hat, warum das Cover-Upload mich fast in den Wahnsinn getrieben hat und wann Self-Publishing die richtige Entscheidung ist – und wann nicht.

Chaos, Katjes und Kreativität: So bringe ich Struktur in meine Notizen

Draufsicht auf einen unordentlichen Schreibtisch einer Autorin: Im Zentrum liegt ein Smartphone mit der Notiz-App-Überschrift „Chaos, Matjes und Kreativität“. Darunter verteilen sich verschiedene handbeschriebene Zettel, darunter ein kleiner Block und Kassenbons mit Skizzen und Schlagworten wie „WER“ und „WAS“. Ein schwarzer Kugelschreiber liegt griffbereit daneben. Im oberen Bildbereich ist eine schwarze, ergonomische PC-Tastatur angeschnitten. Die Szenerie verdeutlicht den Prozess, wie aus ungeordneten Geistesblitzen und flüchtigen Notizen strukturierte Texte entstehen.

Ich schreibe auf Kassenbons, Küchenblöcken, im Smartphone und in Notizbüchern, die ich nie mitnehme. Mein System? Kein System. Und trotzdem funktioniert es – weil ich verstanden habe, warum Handschrift mehr ist als Nostalgie, wo Ideen wirklich entstehen und wie ich aus dem Zettelchaos echte Texte mache. Meine ehrlichen Tipps für alle, die genauso ticken.

Warum echte Worte heute radikaler sind denn je

Eine Hand hält einen Füller und schreibt die Worte „Echte Worte" in geschwungener Handschrift auf weißes Papier. Im unscharfen Hintergrund eine Kaffeetasse und ein Holztisch.

Wer heute klar schreibt, mit eigener Stimme und ohne Füllsätze, gilt schnell als verdächtig. „Da steckt sicher eine KI dahinter.“ Ich kenne dieses Gefühl – und ich kenne die andere Seite: den Buchmarkt, der mit generierten Werken geflutet wird, während echte Autorinnen sich erklären müssen. Was der KI-Generalverdacht mit uns macht, warum er die Falschen trifft – und was meine Hand.Kopf.Herz-Methode damit zu tun hat.

Dillon Helbig: Eigenes Buch in Bibliothek schmuggeln – Genial oder illegal?

ahaufnahme eines beleuchteten Bücherregals in einer Buchhandlung. Im Fokus steht der Roman „Das stille Vermächtnis“ von Roswitha Böhm, dessen Cover ein Antiquariat bei Nacht zeigt. Das Buch ist prominent neben einem Schild mit der Aufschrift „UNSERE EMPFEHLUNG: Lokale Autoren“ und einem Preisschild von €11,90 platziert. Links daneben stehen Bücher von Udo Mustermann und Elena Schreiberling. Der Hintergrund zeigt weitere gefüllte Buchregale in einer gemütlichen Buchladen-Atmosphäre.

Darf ich mein eigenes Buch in die Bibliothek schmuggeln? Der 8-jährige Dillon Helbig hat es getan und wurde zum Star. Ich analysiere diesen mutigen Schritt und erkläre die rechtliche Lage hinter „Schenkungen durch schlüssiges Handeln“. Erfahre außerdem, warum meine eigenen Buchspenden am Budget-Dilemma scheiterten und wie ich mein Buch „Das stille Vermächtnis“ professionell in die Regale gebracht habe. Ein Guide für alle Schreibenden – ohne offene Fragen.