Stark, pflanzlich, schwer zu kriegen? Warum dieses vegane Kochbuch nicht ganz alltagstauglich ist

(Werbung) Ein Kochbuch mit Haltung – genau das hatte ich bei Essen wie eine vegane Kriegerin erwartet. Jane Esselstyn bringt nicht nur Rezepte mit, sondern auch eine ordentliche Portion Motivation, Hintergrundinfos und die Idee, dass man mit pflanzlicher Ernährung nicht nur satt, sondern stark und gesund wird. Der Ansatz gefällt mir – aber nicht alles hat bei mir gezündet.

Das Buch

Jane Esseltyn und Ann Crile Esselstyn
Essen wie eine vegane Kriegerin – Mach dein Ding und lebe gesund und lecker

Erscheinungsdatum: 20.03.2024
ISBN: 9783962573362
Unimedica

Buchcover von „Essen wie eine vegane Kriegerin“ von Jane Esselstyn und Ann Crile Esselstyn. Das Cover zeigt mehrere farbenfrohe vegane Bowls rund um eine blaue Mitte, in der Titel und Untertitel stehen. Ein modernes, inspirierendes Kochbuch mit Fokus auf gesunde, pflanzliche Küche.
Wenn du das Buch kaufen möchtest, kannst du dabei sogar etwas Gutes tun: Der soziale Onlinebuchhandel buch7 unterstützt mit jedem Einkauf nachhaltige und soziale Projekte – ganz automatisch und ohne Mehrkosten für dich.
📚 HIER BESTELLEN

Worum geht’s in Essen wie eine vegane Kriegerin?

Das Buch ist mehr als nur eine Rezeptsammlung. Es soll ein Aufruf zu einer gesunden, pflanzenbasierten Lebensweise sein – mit vielen persönlichen Anmerkungen, Tipps und Geschichten. Die Rezepte reichen von Frühstück über Snacks bis zu Hauptgerichten und sind dabei konsequent vegan, ölfrei und vollwertig.

Motivierend, aber ein bisschen zu euphorisch

Der Einstieg ist durchaus unterhaltsam – ja, es gibt viel Blabla, aber auf angenehme, fast schon freundschaftliche Weise. Was mich allerdings gestört hat, ist der unterschwellige Ton, dass eine vegane Ernährung automatisch bedeutet, man werde nie wieder krank. Natürlich hat pflanzliche Kost viele gesundheitliche Vorteile, das bestreite ich nicht. Aber solche pauschalen Aussagen finde ich bedenklich, gerade in einem Buch, das auch Neulinge anspricht.

Appetitanregend präsentiert

Die Fotos im Buch sind richtig gut gelungen – nicht überinszeniert, sondern einfach so, dass man direkt Lust bekommt, loszukochen. Und tatsächlich: Die Gerichte, die wir ausprobiert haben, sahen auch annähernd so aus wie im Buch – das ist leider nicht selbstverständlich bei Kochbüchern und war hier ein echtes Plus.

Zutaten, die man suchen muss

Was mir persönlich den Spaß am Nachkochen etwas verdorben hat: Viele Zutaten sind in Deutschland nicht so leicht erhältlich. Klar, einige Sachen lassen sich ersetzen oder online bestellen – aber mir ist wichtig, dass ich auch spontan im Supermarkt alles bekomme. Sobald ich in fünf verschiedene Läden muss oder exotische Produkte googeln muss, schwindet meine Motivation.

Leckere Ergebnisse – mit kleinen Abwandlungen

Trotzdem haben wir ein paar Rezepte ausprobiert – natürlich teilweise in leicht abgewandelter Form, weil eben nicht alles da war. Besonders gut angekommen sind das Frühstücksbrot und die Cracker. Beides war lecker, einfach zuzubereiten und wird definitiv öfter auf den Tisch kommen. Wenn das Buch diesen alltagstauglichen Ton öfter getroffen hätte, wäre ich restlos begeistert gewesen.

Fazit

Ein inspirierendes, gut gestaltetes veganes Kochbuch mit klarer Linie, aber auch einigen Schwächen. Die Präsentation überzeugt, einige Rezepte auch – andere hingegen scheitern an der Zutatenliste. Wer Lust hat, sich intensiver mit vollwertiger, pflanzlicher Ernährung zu beschäftigen und auch mal online einkauft, findet hier spannende Ideen. Für den Alltag in einer deutschen Standardküche ist’s aber nicht durchweg praktisch.

Schreibe einen Kommentar