(Werbung) Wenn es um Ratgeber zum Thema Finanzen und Vermögensaufbau geht, bin ich von Haus aus skeptisch. Da wird viel versprochen, oft das Blaue vom Himmel heruntergerechnet und am Ende bleibt meistens heiße Luft. Und um es gleich vorwegzunehmen: Auch nach der Lektüre dieses Buches bin ich immer noch nicht reich. Das ist allerdings auch kein Wunder, denn wirklich neue Ansätze sucht man in diesem Werk vergeblich. Ich habe mir das Buch von Ferhat Kacmaz angeschaut, um zu sehen, ob es sich von der Masse abheben kann – mein Fazit fällt jedoch ziemlich ernüchternd aus.
Das Buch
- Autor: Ferhat Kacmaz
- Titel: Vermögen ist kein Zufall: Wie Sie finanzielle Freiheit erlangen, Wohlstand aufbauen und Ihre Träume verwirklichen
- Erscheinungsdatum: 9. Juni 2026
- ISBN: 979-8894740690
- Verlag: Remote Verlag

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Worum geht es in „Vermögen ist kein Zufall“?
Das Buch verspricht einen Leitfaden, wie man finanzielle Freiheit erlangt und strategisch Vermögen aufbaut. Der Autor beleuchtet dabei verschiedene Facetten, gibt einen Überblick über Anlagemöglichkeiten und widmet sich auch modernen Themen wie Kryptowährungen. Zudem wird der Ratschlag erteilt, sich zu Beginn lieber auf eine einzige Anlageform zu konzentrieren, anstatt sich auf zu vielen Hochzeiten gleichzeitig zu verzetteln. Ein großer Teil des Buches widmet sich jedoch der eigenen Einstellung zum Geld, dem sogenannten „Money Mindset“.
Meine ehrliche Meinung: Utopische Zahlen und fragwürdige Denkweisen
Um dem Buch etwas Positives abzugewinnen: Es gibt durchaus ein paar praxisnahe Ansätze. Das Kapitel über Kryptowährungen ist beispielsweise ganz cool, weil sich damit nicht jeder auskennt und man hier für den Anfang zumindest einen soliden Überblick bekommt. Auch der Rat, den Fokus erst mal auf eine Anlage zu legen, macht absolut Sinn. Positiv anzurechnen ist dem Werk auch, dass es kein plumpes „Lies dieses Buch und du bist morgen Millionär“-Versprechen abgibt.
Damit hört es für mich aber auch schon auf. Der Autor rechnet meiner Meinung nach alles Mögliche extrem schön. Es wird mit Renditen von rund oder sogar über 10 % kalkuliert. Obwohl ich nicht mehr ganz tief im Thema drin bin und selbst auch Anlagen habe, weiß ich genau, dass solche Werte in der Realität total utopische Schönrechnerei sind. Da stellt sich mir die Frage, ob der Autor hier einfach die Realität ausblendet oder behaupten würde, man mache selbst etwas falsch, wenn man diese Zahlen nicht erreicht.
Das größte Problem sehe ich jedoch in der Grundvoraussetzung: Um Geld anlegen zu können, muss man erst einmal welches haben. Und seien wir mal ehrlich – das können in der heutigen Zeit die wenigsten. Das Buch richtet sich eben nicht an den einfachen Arbeiter, der Unterstützung beim Sparen eigentlich am dringendsten bräuchte. Stattdessen driftet der Ratgeber viel zu oft in diese typische Schiene ab: „Denk positiv, verändere deine Geld-Story, dann funktioniert das auch.“
Wenn man dann Sätze liest, dass die alte Denkweise „Man muss hart schuften für Geld“ einfach durch „Auf leichte und freundliche Weise Wohlstand schaffen durch Kreativität“ ersetzt werden soll, verliert das Buch jeglichen Bezug zur Realität. Gekrönt wird das Ganze von der Behauptung, Wohlhabende würden ja eigentlich nur Innovationen vorantreiben und spenden, und man müsse nur sein negatives Bild über Reiche ablegen. Mich hat das Buch überhaupt nicht abgeholt, es hat mich stellenweise sogar richtig geärgert.
Mein Fazit: Für wen lohnt sich das Buch?
Dieses Buch bietet maximal für absolute Einsteiger einen ganz netten Überblick über Themen wie Kryptowährungen. Wer allerdings auf der Suche nach echten, realistischen und neuen Finanzstrategien ist, kann sich dieses Werk sparen. Für Menschen, die am Existenzminimum leben oder jeden Cent zweimal umdrehen müssen, ist dieser Ratgeber ohnehin ungeeignet und geht völlig an deren Lebensrealität vorbei. Wegen der utopischen Renditenversprechen und dem anstrengenden Mindset-Gerede kann ich hier leider keine Empfehlung aussprechen