[Werbung] Wer selbst ein geliebtes Tier verloren hat, weiß: Es ist nicht „nur ein Hund“. Es ist Familie. Vertraute Seele. Clown. Tröster. Schatten auf vier Pfoten.
Dieses Jahr mussten wir Abschied von unserem Familienhund Knut nehmen. Ein quirliger, herzensguter Kerl, der kurz nach mir in unsere Familie kam – und mit seinem Tod eine Lücke hinterließ, die nicht zu füllen ist.
Vielleicht war es deshalb besonders mutig – oder auch etwas leichtsinnig –, gerade jetzt zu diesem Buch zu greifen.
Das Buch
Anna Gärtner
Was bleibt ist Liebe – Trauerbewältigung um verstorbenen Hund
Erscheinungsdatum: 28.05.2025
ISBN: 9783982531311
125 Seiten, Horizont Print

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Kein Ratgeber – ein Seelentagebuch
„Was bleibt ist Liebe“ ist kein Sachbuch. Kein Ratgeber, der einem erklärt, wie man den Verlust verarbeitet oder welche Schritte einem aus der Trauer helfen. Es ist vielmehr ein Erfahrungsbericht, eine sehr persönliche Aufarbeitung des schmerzhaften Verlustes der Autorin, deren Hund Benny durch eine Vergiftung ums Leben kam.
Die Autorin nimmt uns mit auf ihre emotionale Achterbahnfahrt – vom Schock über die Wut bis zur tiefen Trauer. Alles ist greifbar. Manchmal erschreckend nah. Ihre Worte sind ehrlich, roh, oft schonungslos. Keine verkünstelten Metaphern, keine geschönten Formulierungen – sondern echtes, tiefes Gefühl.
Schmerz, der wehtut – nicht nur der Autorin
Ich muss ehrlich sagen: Das Buch hat mich mehrmals tief getroffen. Vielleicht, weil meine eigene Trauer noch so frisch ist. Vielleicht auch, weil ich zwischen den Zeilen gesehen habe, wie sehr man an so einem Verlust zerbrechen kann.
Und genau hier liegt für mich das „Problem“ mit dem Buch:
Wer selbst gerade trauert, wird hier keine tröstende Hand finden. Keine Strategien, keine Struktur, kein Lichtblick am Ende des Tunnels. Im Gegenteil: Die Seiten wiegen schwer, weil sie den Schmerz der Autorin fast schon auf den eigenen Schultern abladen. Es fühlt sich ein bisschen an, als müsste man doppelt trauern – für den eigenen Verlust und den von Benny.
Das kann verbinden. Aber es kann auch überfordern.
Für wen ist dieses Buch geeignet?
Für Menschen, die sich in ihrer eigenen Trauer nicht allein fühlen wollen.
Für Leser:innen, die ehrliche Worte schätzen, auch wenn sie wehtun.
Für all jene, die bereit sind, sich mit dem Schmerz auseinanderzusetzen – nicht, um ihn zu bewältigen, sondern um ihm Raum zu geben.
Weniger geeignet ist es meiner Meinung nach für akute Trauerphasen, in denen man Halt sucht. Denn der wird hier nicht aktiv angeboten. Man findet nur Mitgefühl. Und manchmal ist das eben nicht genug.
Mein Fazit
„Was bleibt ist Liebe“ ist ein emotionales, intimes Buch. Es zeigt, wie tief der Schmerz über den Verlust eines geliebten Tieres sitzen kann – und dass Trauer kein Ablaufdatum hat.
Aber es ist auch ein Buch, das nicht tröstet, sondern mittrauert.
Ein stiller Begleiter, kein Retter.
Wenn du bereit bist, dich dem zu stellen, findest du hier echte Emotion.
Aber lies es mit Vorsicht – und mit einem Taschentuch in Reichweite. 💔🐶