Selbstliebe oder Selbstkontrolle? Mein Fazit zum Bewegungs-Tagebuch

(Werbung) In Bewegung mit Dir – Dein Tagebuch für Bewegung, Ernährung & Balance versteht sich als Begleiter über zwölf Wochen. Ziel: bewusster leben, Routinen verändern, sich selbst näherkommen.

Zu Beginn gibt es eine Bestandsaufnahme mit Zieldefinition. Danach folgen zwölf Wochen Tracking: Bewegung, Ernährung, Selfcare. Am Ende steht ein Resümee – was wurde erreicht?

Auf dem Papier klingt das strukturiert. In der Praxis fühlte es sich für mich anders an.

Das Buch

Selbstliebevoll Leben
In Bewegung mit Dir: Dein Tagebuch für Bewegung, Ernährung & Balance

Erscheinungsdatum: 24.10.2025
ISBN: B0FXV1TFL2
Independently published

Plüsch-Teddybär mit rotem Shirt sitzt auf einem bunten Mandala-Kissen neben dem Journal „In Bewegung mit Dir – Dein Tagebuch für Bewegung, Ernährung & Balance“ mit schlichtem weißem Cover und minimalistischer Illustration.
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Worum geht’s konkret?

Das Buch setzt stark auf tägliche Dokumentation. Gewicht, BMI, Kalorien, Körpermaße – alles soll regelmäßig erfasst werden. Dazu kommen Bewegungsarten, Essverhalten und Selbstfürsorge-Notizen.

Es geht darum, Muster sichtbar zu machen. Kontrolle über Gewohnheiten zu gewinnen. Veränderungen messbar zu machen.

Wer also Lust hat, seinen Alltag sehr genau zu dokumentieren, findet hier ein klar strukturiertes System.

Meine Meinung

Ich bin ehrlich: Ich habe etwas anderes erwartet.

Der Titel spricht von Balance. Von Selbstliebe. Von liebevoller Verbindung mit sich selbst.
Doch das, was ich erlebt habe, war vor allem eines: Tracking.

Tägliches Eintragen von Kalorien. Gewicht. BMI. Körperfett.
Und genau da beginnt mein Problem.

Der BMI gilt nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen längst als veraltet und wenig aussagekräftig. Er berücksichtigt weder individuelle Körperzusammensetzung noch Muskelanteil oder genetische Faktoren. Dass ein modernes „Selbstliebe“-Journal weiterhin auf diesen Maßstab setzt, empfinde ich als rückwärtsgewandt.

Auch das starke Festhalten an Kalorien als zentralem Steuerungsinstrument wirkt für mich wie ein Echo alter Diät-Denkmuster. Aktuelle Studien zeigen, dass langfristige Gesundheit viel stärker von ausgewogener Ernährung, Stressregulation und moderater Bewegung beeinflusst wird – nicht zwingend von minutiösem Kalorienzählen.

Für mich fühlt sich dieses Tagebuch nicht nach Selbstliebe an, sondern nach Selbstkontrolle.

Ich möchte nicht jeden Schokopudding notieren müssen.
Ich möchte Bewegung genießen – nicht dokumentieren.
Ich möchte essen, ohne permanent zu rechnen.

Ja, das Buch kann hilfreich sein für Menschen, die bewusst ihre Ernährung und ihr Training strukturieren möchten. Wer Zahlen liebt und Motivation aus Messbarkeit zieht, wird hier sicher gut begleitet.

Aber für mich löste es etwas anderes aus: Druck. Enge. Beklemmung.
Statt Verbindung eher Distanz zu mir selbst.

Fazit

„In Bewegung mit Dir“ ist ein klar strukturiertes Tracking-Journal für Ernährung und Sport.

Für datenaffine Menschen geeignet.
Für mich jedoch zu einseitig und zu stark auf Kontrolle fokussiert.

Selbstliebe bedeutet für mich nicht, mein Leben in Tabellen zu pressen.

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