Lesen und Schreiben gehören zu den ersten Dingen, die wir in der Schule lernen. Aber sie sind so viel mehr als bloße Kulturtechniken. Für mich sind sie Lebensader, Ventil, Kreativmotor und Brücke zu anderen Menschen. Der International Literacy Day (UNESCO-Welttag der Alphabetisierung) am 8. September ist deshalb ein Anlass, genauer hinzuschauen – nicht nur auf globale Zahlen, sondern auch auf die persönliche Bedeutung dieser Fähigkeiten.
International Literacy Day – mehr als ein Gedenktag
Die UNESCO erinnert an diesem Tag daran, dass weltweit noch immer Millionen Menschen nicht lesen und schreiben können. Alphabetisierung ist ein Schlüssel zu Bildung, gesellschaftlicher Teilhabe und Selbstbestimmung.
Doch für mich – und vermutlich auch für viele andere Kreative – ist es noch mehr. Es geht nicht nur um die Fähigkeit, Buchstaben zu entziffern, sondern um die Möglichkeit, Gedanken, Gefühle und Ideen in Sprache zu verwandeln. Und genau hier beginnt meine ganz persönliche Reise.
Schreiben ist so viel mehr
In meinem Beitrag „Schreiben ist so viel mehr“ habe ich schon beschrieben, wie vielfältig die Bedeutung des Schreibens ist: Es ist Ventil, um Sorgen loszuwerden. Es ist Kreativwerkzeug, mit dem Geschichten, Welten und Figuren entstehen. Es ist Ordnungssystem für Gedanken, die sonst im Kopf Karussell fahren würden.
Schreiben ist für mich kein Luxus, sondern ein Teil meines Alltags – so normal wie Atmen und doch immer wieder voller Zauber.
Zwischen Zweifel und Stolz
Natürlich ist Schreiben nicht immer leicht. In „Zwischen Zweifel und Stolz – mein Weg zum Marburg Award“ habe ich offen erzählt, wie oft ich an mir selbst gezweifelt habe. Worte, die nicht fließen wollten. Manuskripte, die in der Schublade gelandet sind. Und dann der Stolz, als eine meiner Geschichten mit einem Preis ausgezeichnet wurde.
Das zeigt: Schreiben ist ein Weg voller Höhen und Tiefen – aber jeder Schritt lohnt sich.
Lesen öffnet Welten
Ebenso wichtig wie das Schreiben ist für mich das Lesen. In meinem Artikel „Warum wir alle öfter lesen sollten“ habe ich beschrieben, wie Bücher Türen in fremde Leben und Gedanken öffnen. Sie fördern Empathie, regen die Fantasie an und lassen uns Erfahrungen machen, die wir im echten Leben vielleicht nie hätten.
In „Bücherliebe 2025“ habe ich außerdem einige meiner ganz persönlichen Herzensbücher vorgestellt. Sie sind für mich wie treue Begleiter, die immer wieder neue Perspektiven eröffnen.
Bloggen, Buchträume und Schreibsucht
Das Schreiben begleitet mich längst nicht nur in meinen Geschichten, sondern auch in meinem Blog. In „Bloggen macht süchtig“ habe ich beschrieben, wie schnell man sich in die Welt der Worte verlieben kann – und wie schwer es fällt, wieder loszulassen.
„Meine Schreibreise“ zeigt, dass es nicht nur um das „Endprodukt Buch“ geht, sondern auch um die vielen kleinen Schritte dazwischen. Jeder Artikel, jede Notiz, jeder Gedanke trägt dazu bei, die eigene Stimme zu formen.
Und ja, da ist auch immer dieser Traum vom eigenen Buch, den ich in „Ein Buch schreiben“ geteilt habe.
Von der Last zur Leichtigkeit
Nicht jeder Tag ist kreativ. Manchmal fühlen sich Worte schwer an, fast wie eine Last. Doch wie ich in „Von der Last zur Leichtigkeit“ beschrieben habe, gibt es auch die Momente, in denen sich plötzlich alles fügt – wenn die Worte fließen, als hätten sie nur auf den richtigen Augenblick gewartet.
Gerade das macht das Schreiben für mich so besonders: Es ist nicht immer einfach, aber es ist immer ehrlich.
Ein Tag zum Erinnern – und zum Handeln
Der 8. September ist nicht nur ein UNESCO-Gedenktag, sondern eine Einladung, uns bewusst zu machen, wie sehr Lesen und Schreiben unser Leben bereichern. Für mich sind sie Herzstücke meiner Identität, meines Schaffens und meiner Verbindung zu euch, meinen Leserinnen und Lesern.
Und jetzt interessiert mich:
Wie ist es bei dir? Was bedeuten Lesen und Schreiben für dich persönlich? Hast du ein Buch, das dein Leben verändert hat? Oder ein Moment, in dem das Schreiben dir besonders geholfen hat? Schreib es mir gern in die Kommentare – ich freue mich auf den Austausch.