Jahresrückblick Mitte 2026: Was aus meinen Vorsätzen wurde

Anfang Januar habe ich aufgeschrieben, was im Jahr 2026 alles wachsen darf. Keine starren Versprechen, keine innere Trillerpfeife, keine „Ab jetzt muss alles radikal anders werden“-Energie. Einfach nur eine Richtung. Eine liebe Erinnerung an mich selbst und an das, was mir wirklich wichtig ist.

Jetzt haben wir Ende Juni – die exakte Jahresmitte ist erreicht. Zeit, einmal ganz ehrlich hinzuschauen.

Und ehrlich bedeutet an dieser Stelle: Ja, einiges liegt noch unberührt herum. Ja, das Jahr hatte stellenweise völlig andere Pläne mit mir. Und ja – es ist trotzdem verdammt viel mehr passiert, als es sich von innen anfühlt.

Was das Jahr bisher wirklich war: Der Kontext

Bevor ich die Liste im Detail durchgehe, muss ich kurz benennen, was in den letzten Monaten los war. Denn ohne diesen Kontext würde die rein visuelle Bilanz völlig unfair klingen – nach zu wenig hier und zu wenig da.

Anfang des Jahres kam der massive Stress mit einem Ex-Arbeitgeber, der schließlich in einem nervenaufreibenden Arbeitsgerichtstermin endete. Wer so etwas schon einmal durchgemacht hat, weiß genau: Das frisst Energie, Fokus und mentale Ressourcen, die dann schlicht an anderen Ecken fehlen. Den gesamten emotionalen Weg dorthin habe ich für dich auf dem Blog dokumentiert.

Und als wäre das nicht genug gewesen, kam kurz darauf die Diagnose: Stressfraktur. Monatelang. Mit allem, was dazugehört: absolute Zwangspause, schmerzhafte Einschränkungen und die komplette Umplanung des Alltags. Auch daraus habe ich kein Geheimnis gemacht – wer den genauen Verlauf nachlesen möchte, findet meinen April-Rückblick hier auf dem Blog.

Dann war da noch Aronia. Unsere Principessa, die plötzlich mit der Diagnose eines bösartigen Tumors unseren Alltag auf den Kopf gestellt hat. Wer Tiere liebt, weiß: Solche Nachrichten treffen nicht „nur“ als Sorge um ein Haustier – sie treffen mitten ins Herz. Sie kosten Kraft, Schlaf und Gedanken, die man eigentlich nirgendwo anders hinlenken kann.

Das alles sage ich heute nicht als Ausrede. Sondern als gesunde Einordnung. Manchmal haut das Leben mit dem Vorschlaghammer dazwischen – und eine faire Bilanz ist eine, die genau das anerkennt und liebevoll mit einpreist.

Business & Gedankenteiler: Was trotzdem gewachsen ist

Trotz der Zwangspausen hat sich hinter den Kulissen von Gedankenteiler unglaublich viel getan:

  • Regelmäßige Blogartikel: Das funktioniert wie am Schnürchen! Jeden Dienstag und Donnerstag erscheint hier ein neuer Artikel. Das ist der konstanteste und schönste Erfolg des bisherigen Jahres und fühlt sich wahnsinnig gut an.
  • Neue Veröffentlichungen: Diverse neue Kurzgeschichten und Gedichte haben 2026 das Licht der Welt erblickt. Die vollständige Übersicht findest du ab sofort auf meiner aktualisierten Veröffentlichungsseite.
  • Der Podcast-Funkeln: Zweimal hat der 15-Minuten-Podcast dieses Jahr etwas von mir aufgegriffen – einmal in Form einer Sprachnachricht, einmal als namentliche Erwähnung. Kein gigantischer Auftritt, aber ein wunderschönes Zeichen: Es passiert etwas da draußen.
  • Physische & digitale Produkte: Hier wird gerade das Fundament gegossen. Ein eigener Onlineshop für exklusives Rollenspielzubehör entsteht Schritt für Schritt, weil ich mich unabhängig von großen Plattformen machen möchte. Und direkt vor Ort bauen wir eine eigene Verkaufsgarage auf, in der es bald Kunst, Deko, handgegossene Kerzen und mehr zu entdecken gibt. Beides braucht Zeit, aber beides kommt unaufhaltsam.
  • Instagram-Community: Aktuell stehen wir bei 1.161 Followern. Das ursprüngliche Jahresziel waren 2.000. Aber ganz ehrlich: Zwischen Arbeitsgerichtsstreit und Stressfraktur blieb schlicht keine Kapazität, den Kanal strategisch zu bespielen. Das ist keine Niederlage, sondern gesunder Realismus.

Privat: Das Machbare und das Verschobene

Auf meiner privaten Liste gibt es ein paar wunderbare Haken, aber auch Dinge, die das zweite Halbjahr füllen dürfen:

  • Die neue Brille: Erledigt! Und zwar auf einem ganz besonderen Weg. ✅
  • Der Zahnarzt-Marathon: Läuft. Aktuell stehen nur noch Routinekontrollen und die professionelle Zahnreinigung an – das ganz große Drama ist endlich vorbei. ✅
  • Ab ans Meer: Noch nicht geschafft. Aber der Plan steht felsenfest: Im September geht es in den wohlverdienten Tagesausflug an die Küste. Das zählt!
  • Ein neues Restaurant entdecken: Abgehakt – und das mit einem unerwarteten Vorteil: Ausgerechnet die stressige Fahrt zum Arbeitsgericht hat uns ein neues, fantastisches Lokal beschert. Manchmal hat eben auch der größte Stress seine kulinarischen Sonnenseiten. 🙂✅
  • Comics lesen: Erledigt. ✅
  • Rollenspiel als Spielerin: Ich habe Dungeon Slayers gezockt! Das zählt zumindest als halber Punkt, aber immerhin.
  • NABU-Wintervogelzählung: Erfolgreich mitgemacht. Das war übrigens gleichzeitig Studienteilnahme Nummer zwei auf meiner Liste. ✅
  • Gutscheine von Ron: Noch fast komplett offen. Die Gutscheine schauen mich vom weiterhin sehr vorwurfsvoll an. Immerhin den „Kuchen backen deiner Wahl“ habe ich schon eingelöst. (✅)
  • Noch auf der To-Do-Liste: Dänisch lernen, Kino, Theater, Kabarett, der Dachboden… Das Jahr ist schließlich noch nicht vorbei.

Was ich aus dieser Halbzeitbilanz mitnehme

Zur Jahresmitte zurückzuschauen ist manchmal verdammt unbequem. Besonders dann, wenn die eigenen Pläne von der Realität überholt wurden.

Aber wenn ich ganz sachlich und ohne Härte auf die nackten Fakten schaue: Der Blog läuft stabil. Die Texte entstehen kontinuierlich. Neue Veröffentlichungen sind da. Die Strukturen für den Shop und die Garage werden gerade Stein für Stein hochgezogen. Die medizinische Studie läuft hervorragend und die neue Brille sitzt perfekt auf der Nase.

Das ist nicht nichts. Das ist tatsächlich eine ganze Menge für ein einziges halbes Jahr – erst recht für eines, das mich zweimal so richtig heftig ausgeknockt hat.

Die Liste vom Januar ist keine Checkliste, die mich böse anstarrt und mir ein schlechtes Gewissen machen soll. Sie ist eine Richtung. Und diese Richtung stimmt nach wie vor. 2026 darf noch ganz viel wachsen. Mit viel Gefühl, Geduld – und der gesamten zweiten Jahreshälfte vor uns.

Und jetzt du! Wie fällt deine persönliche Halbzeitbilanz aus? Welche Vorsätze konntest du abhaken und wo hat dir das Leben einen Strich durch die Rechnung gemacht? Schreib es mir unbedingt unten in die Kommentare – ich lese und beantworte jeden Beitrag persönlich! 🙂

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