Hummus, Hype und heiße Luft? Warum dieses vegane Kochbuch bei mir durchgefallen ist

(Werbung) Kochbücher gibt’s wie Sand am Meer – vegane Kochbücher inzwischen auch. Doch wenn sich jemand als Italiens berühmteste vegane Influencerin ankündigt, horche ich natürlich auf. Ich erwarte kreative Rezepte, saisonale Highlights und den gewissen italienischen Twist.
Spoiler: Ich hab’s ausprobiert. Und das Ergebnis war… nun ja… eher lauwarm als al dente. 🍝

Das Buch

Carlotta Perego
Carlottas vegane Küche

Erscheinungsdatum: 30.09.2025
ISBN: 9788872839737
Edition Raetia

Buchcover von Carlottas vegane Küche von Carlotta Perego. Zu sehen ist ein Teller breite Nudeln mit veganer Sauce, im Hintergrund eine Hand mit Gabel. Weiß-grünes Design, Hinweis auf über 80 vegane Rezepte.
„Carlottas vegane Küche“ bringt italienische Leichtigkeit in den Alltag – pflanzlich, modern und richtig alltagstauglich. Über 80 Rezepte, die zeigen, dass vegane Küche weder kompliziert noch teuer sein muss, sondern richtig Spaß macht. Perfekt für alle, die neue Geschmacksideen suchen oder einfach ein bisschen mehr Gemüseglück auf dem Teller möchten.
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Eindrücke / Meinung

Viel Einleitung, wenig Inhalt

Gleich zu Beginn wird klar: Carlotta liebt Küchenorganisation. Ganze Seiten widmet sie dem Ausmisten der Schränke, dem optimalen Verstauen von Töpfen und der Gewürzlagerung. Schön, wenn man gerade umzieht – aber ich wollte kochen, nicht Marie Kondo spielen. 😬

Gerade für ein Buch, das sich an „einfache und schnelle“ Rezepte richtet, ist diese ausführliche Vorrede verwirrend. Motivation zum Kochen? Leider eher Fehlanzeige.

Wenn Brokkoli plötzlich „Wintergemüse“ ist

Die eigentlichen Rezepte sind einfach gehalten und meist schnell zubereitet – ein Pluspunkt für alle, die neu in die pflanzliche Küche einsteigen. Aber wenn man schon seit Jahren vegan lebt, wirkt vieles altbekannt und uninspiriert.
Ein Beispiel: Ein Gericht mit dem verheißungsvollen Titel „Wintergemüse-Auflauf“ entpuppt sich als bunte Brokkoli-Show (grün, lila, weiß – wow 🙃) mit Kichererbsen. Das war’s. Kein Wurzelgemüse, kein Kürbis, kein Kohl – nix, was man mit Winter wirklich verbindet. Schade.

Der Käse, der keiner sein will

Wir haben den veganen Käseabrieb ausprobiert, der zu einem Auflauf serviert wird. Ergebnis: Er hat dem Ganzen nicht geschadet – aber auch nichts gebracht. Geschmacklich völlig neutral, optisch kein Mehrwert. Für uns: überflüssig.

Für Einsteiger okay – für Fortgeschrittene enttäuschend

Wer frisch vegan lebt und sich über eine einfache, schön bebilderte Einführung freut, kann hier durchaus fündig werden. Die Rezepte sind leicht umsetzbar, die Zutaten gut erhältlich. Für erfahrene Veganer*innen, die nach neuen Impulsen suchen, bietet das Buch aber kaum Inspiration. Die Rezeptauswahl wirkt eher wie ein Social-Media-Sampler als eine fundierte Rezeptsammlung.

Fazit

„Carlottas vegane Küche“ wirkt auf den ersten Blick hochwertig – doch beim Kochen blieb bei mir leider der Geschmack auf der Strecke. Wer schon lange vegan lebt, wird hier kaum neue Ideen finden.
Mehr Hummus, mehr Brokkoli – aber wenig Wow. Hübsch gemacht, aber leider inhaltlich schwach.

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