Der Dezember ist… na ja, eigenartig.
Nicht Fisch, nicht Fleisch. Kein richtiger Schluss, aber auch kein echter Anfang.
Er hängt irgendwo zwischen „Was will ich noch schaffen?“ und „Ist mir jetzt auch egal, nächstes Jahr dann.“
Und genau das macht ihn so spannend.
Denn dieser diffuse Schwebezustand – den viele als Lähmung oder Müdigkeit erleben – ist in Wahrheit ein kreatives Zwischenreich. Kein Ort zum Leistung bringen. Aber ein Ort zum Denken. Fühlen. Umdenken.
Und wenn du kreativ arbeitest – ob mit Worten, Farben, Ideen oder Händen – dann spürst du’s vielleicht schon:
Im Dezember passiert was im Kopf, was im restlichen Jahr keinen Platz findet. 🧠🖌️
Lass uns heute mal genau da hinschauen. Ohne Winterromantik. Ohne Glitzerfilter. Sondern klar, tief und ehrlich kreativ.
Der Dezember – kein Ende, kein Anfang, sondern ein Dazwischen
Der Dezember steht zwischen zwei Welten:
– zwischen Jahren
– zwischen Rückblick und Neuanfang
– zwischen „Ich kann nicht mehr“ und „Ich will nochmal kurz“
Und während alle um dich herum entweder in Jahresendstress verfallen oder sich direkt in Glühwein & Plätzchen retten, passiert psychologisch etwas sehr Interessantes:
– Der Kopf beginnt abzuschließen
– Gleichzeitig macht er neue Türen auf
– Routinen lockern sich (auch unfreiwillig)
– Emotionen kriechen nach oben
– Der Fokus wandert nach innen 🔁
Das fühlt sich nicht immer angenehm an – aber es ist Gold wert.
Denn im Übergang werden wir oft erst wirklich kreativ. 💡
Warum?
Weil alte Gedanken durchlässig werden.
Und neue rein dürfen.
Dezember ist wie ein mentaler Luftzug durch ein lange nicht gelüftetes Zimmer.
Kreativität im Dezember funktioniert anders – und das ist gut so
Im Dezember arbeitet unser Gehirn nicht langsamer – sondern anders. Tiefer. Weicher. Ehrlicher.
Es sammelt:
– Bruchstücke
– Rückblicke
– Szenen, die sich eingebrannt haben
– Gefühle, die lange verdrängt waren
– kleine Impulse, die später richtig zünden 💭✨
Farben, Geräusche, Worte – sie wirken im Dezember oft stärker.
Nicht, weil wir empfindlicher sind. Sondern weil unser System offener ist.
Kreative Menschen sollten diesen Zustand nicht „überleben“ – sondern nutzen. 🧩
Zwischenräume = Ideenräume
Was der Dezember auch mitbringt: Zwischenräume.
Und genau da entsteht oft das Beste.
Diese Momente:
– zwischen zwei Terminen
– zwischen Aufräumen und Aufgeben
– zwischen Licht und Dunkel
– zwischen Pflicht und „Ach komm, lass mal“ 😅
Das sind keine Lücken – das sind kreative Freiräume.
Und wenn du sie lässt, kommen Dinge aus dir raus, die sich monatelang nicht gezeigt haben:
– ein Gedanke, der plötzlich glasklar ist
– ein Projekt, das plötzlich wieder Sinn ergibt
– ein Bild, das sich im Kopf zusammensetzt
– eine Idee, die dich lächeln lässt, obwohl du’s gar nicht erwartet hast 😊
Kreativität liebt das Ungeplante. Das Dazwischen.
Und der Dezember? Ist voll davon. 🌫️➡️💡
So nutzt du den Dezember für deine Kreativität – ohne dich zu überfordern
Wichtig: Es geht hier nicht um Produktivität.
Kein „Mach jetzt dein nächstes Meisterwerk!“
Sondern: Erlaube dir Denkraum.
Was du tun kannst:
– Achte auf Übergänge (Licht, Temperatur, Stimmung, Gedankenumschwünge)
– Schreib kurze Gedanken auf, auch wenn du sie (noch) nicht verstehst
– Erlaube dir Unfertiges – der Dezember ist kein Finale, sondern ein Wandlungsraum
– Sammle Impulse. Nicht alles muss sofort verwertet werden
– Vertraue darauf, dass gerade jetzt vieles reift – im Hintergrund, ganz still 🌱
Ich sag’s mal so:
Dezember-Ideen sind wie Bärlauch im Boden – du siehst sie erst später, aber sie sind schon längst da. 😉
Warum im Dezember so viele Aha-Momente entstehen
Weil das Jahr laut war.
Und der Dezember leise wird.
Ob freiwillig oder weil wir einfach nicht mehr können – es wird stiller.
Und in der Stille hören wir endlich wieder uns selbst. 🎧
– Wir erkennen Muster, die vorher untergingen
– Wir spüren, was noch zu uns gehört – und was wir loslassen dürfen
– Wir merken, wo wir kreativ nur funktioniert haben – und wo wir wieder echt sein wollen
Der Dezember ist kein Chaosmonat.
Er ist ein Sortiermonat.
Ein „Ich seh mich selbst wieder“-Monat. 🪞
Und wenn du dir erlaubst, genau da zu sein – im Dazwischen –, dann kannst du aus dieser kreativen Zwischenwelt richtig viel mitnehmen.
Nicht für jetzt. Sondern für das, was kommt. 💌
Wenn du willst, begleite ich dich im Donnerstagsartikel nochmal ganz persönlich durch diese kreative Zwischenzeit – mit offenen Gedanken, ehrlichen Fragen und einem kleinen, feinen Licht für deinen eigenen Weg. 🕯️
Denn wie gesagt: Der Dezember ist kein Ende. Und auch kein Anfang.
Aber er ist eine Tür.
Und vielleicht ist es an der Zeit, mal kurz innezuhalten, bevor du sie aufmachst. 🚪💭