[Werbung *] Manche Bücher springen einem nicht nur durch ihre Geschichte, sondern schon durch ihre Gestaltung ins Auge. Genau so ging es mir mit Maxi & Helium – Das magische Loch in der Wand. Die Illustrationen sind so farbenfroh und liebevoll, dass ich direkt Lust bekam, darin zu blättern – lange bevor ich überhaupt ein Wort gelesen hatte. Ob die Geschichte mit den Bildern mithalten kann? Das habe ich mir genauer angesehen …
Das Buch
Camilla Brinck
Maxi & Helium – Teil 1: Das magische Loch in der Wand
Erscheinungsdatum: 10.09.2025
ISBN: 9783570182932
184 Seiten, cbj

HIER BESTELLEN
Meinung
Das Erste, was mir beim Aufschlagen des Buches positiv ins Auge gefallen ist, sind die wirklich bahnbrechenden Illustrationen. Selbst wenn man die Geschichte gar nicht liest, macht es unglaublich Spaß, einfach nur durch die Seiten zu blättern. Die Bilder sind detailreich, farbenfroh und transportieren eine Leichtigkeit, die Kinder wie Erwachsene gleichermaßen anspricht.
Die Handlung selbst ist schön und kindgerecht erzählt. Maxi und Helium sind zwei sehr liebenswerte Charaktere, mit denen man gerne mitfiebert. Allerdings empfand ich den Erzählrhythmus stellenweise etwas zu rasant. Kaum ist ein magisches Loch entdeckt und betreten, wartet schon das nächste Abenteuer. Für mich hätte es der Spannung keinen Abbruch getan, wenn die Mäusekinder auch einmal zwei, drei Tage Geduld hätten aufbringen müssen, bevor sich ein neues Portal zeigt. Das hätte die Geschichte etwas runder und greifbarer gemacht.
Ein Punkt, der mich zwiegespalten zurücklässt, ist die Szene, in der die Menschenfrau Maxi und Helium rät, den Kater zu fragen, ob er mit ihnen spielen möchte. Einerseits finde ich es gut, Kinder (oder in diesem Fall Mäusekinder) zu ermutigen, Konfrontationen nicht zu scheuen und offen auf andere zuzugehen. Andererseits wirkt es wie eine Art Belohnung für den Mobber – und das ist in der Realität oft ein schwieriger Ansatz.
Wirklich inkonsequent erschien mir auch der Umgang mit der Tierwelt: Einerseits heißt es, Tiere kämmten sich nicht und schliefen ohne Kleidung, weil das nur Menschen täten. Auf der anderen Seite tragen die Figuren Accessoires, fahren Boot oder schnäuzen sich mit einem Blatt die Nase. Das passte für mich nicht so ganz zusammen und riss mich kurzzeitig aus der ansonsten runden Geschichte.
Sehr gelungen dagegen finde ich die Botschaft, dass vermeintliche Schwächen in Wahrheit besondere Stärken sein können. Besonders das Beispiel mit der Rot-Grün-Schwäche hat mich berührt: Anstatt das als Makel darzustellen, wird es positiv gewendet – „Du bist etwas Besonderes!“ Das ist eine wertvolle Botschaft, die gerade Kinder unbedingt hören sollten.
Fazit
„Maxi & Helium – Das magische Loch in der Wand“ ist ein liebevoll gestaltetes, farbenprächtiges Abenteuerbuch, das Spaß macht – egal ob beim Lesen oder beim Anschauen der Illustrationen. Kleine Unstimmigkeiten in der Handlung mindern den Gesamteindruck nur wenig. Wer auf der Suche nach einer kindgerechten, spannenden und zugleich warmherzigen Geschichte ist, liegt mit diesem Buch genau richtig.
[* Vielen Dank an den cbj-Verlag für das kostenlose Rezensionsexemplar. Ich versichere, dass dieses keinen Einfluss auf die Bewertung des Buches hat und dieser Blogbeitrag einzig und allein meine persönliche Meinung widerspiegelt.]