Der Advent kommt bei mir nicht mit Engelschor und Zimtduft reingeschwebt.
Er kommt eher wie jemand, der unangekündigt vor der Tür steht, mit Schneematsch an den Schuhen, und ruft: „Na? Bereit für mich?“
Und ich so … „Ähm. Kommt drauf an. Hast du Tee mitgebracht?“ 😅
Jedes Jahr erwischt mich diese Vorweihnachtszeit ein bisschen unvorbereitet.
Manchmal denke ich, dass der Advent mich beobachtet – und genau DANN auftaucht, wenn mein Alltag ohnehin schon aussieht wie ein fröhlich-chaotisches Moodboard aus Arbeit, Kreativität und zwei sehr eigensinnigen Katzen.
Und trotzdem:
Irgendwann passiert dieser kleine Moment, der alles in mir umschaltet.
Der erste Funke Advent – ganz unspektakulär
Bei manchen Menschen ist der Advent der vierte Sonntag im Kirchenjahr.
Bei anderen der Moment, in dem die erste Lichterkette hängt.
Bei mir?
Das ist … unterschiedlich.
Manchmal beginnt Advent, wenn ich morgens durch O-Town laufe und der Nebel sich wie Zuckerwatte über die Wiesen legt.
Manchmal, wenn ich eine Kerze anzünde, ohne wirklich darüber nachzudenken.
Und manchmal startet Advent exakt in dem Moment, in dem Minou beschließt, dass der Karton mit der Weihnachtsdeko jetzt ihr neues Bett ist. 🐱🎁
Es ist nie das große „Tadaaa!“, sondern dieses winzige Gefühl im Bauch, das flüstert:
„Jetzt wird’s warm. Jetzt wird’s weich. Jetzt darfst du atmen.“
Kerzen, Katzen und kleine Katastrophen
Die Adventszeit ist bei uns Zuhause ein kleiner Balanceakt.
Ich mag Kerzen.
Meine Katzen mögen Kerzenständer, Kartons, Krimskrams, glänzende Kugeln und alles, was raschelt.
Stell dir das mal vor:
🕯️ Ich: „Oh, wie schön, das Licht ist so gemütlich.“
🐾 Aronia: springt auf die Kommode, mustert die Deko, überlegt, was sie runterwirft
🐾 Minou: sitzt daneben und tut so, als wäre sie unschuldig. Sie ist es nicht.
Also wird die Adventsdeko jedes Jahr etwas… sagen wir: katzenoptimiert.
Weniger „Pinterest“, mehr „Leben.“
Und genau das liebe ich daran.
Advent ist bei mir ein Gefühl, kein Wettbewerb
Ich renne keinem idealisierten Advent hinterher.
Ich brauche keinen perfekt drapierten Kranz und keine Supermarkt-Glitzerwelt.
Für mich bedeutet Advent:
– Tee trinken, ohne gleichzeitig E-Mails zu beantworten
– Kerzen anzünden, weil es warm macht, nicht weil „man das so macht“
– den Tag langsamer starten
– meinen kreativen Kleinkram rausfummeln, weil es mich erdet
– abends auf dem Sofa sitzen, Katzenwärme, Decke, bisschen Licht
– das Jahr leise sortieren
Manchmal bedeutet Advent auch:
– müde sein
– weniger schaffen wollen
– Chaos akzeptieren
– und trotzdem ein kleines Licht anzuzünden, weil es gut tut
Advent ist für mich das leise „Hey, mach langsam“ zwischen zwei Jahreszeiten.
Ein bisschen Magie im Alltag
Es ist nicht die große Mystik, nicht der perfekte Adventskalender, nicht der Duft von Zimt, der alles heilt.
Es ist dieses Gefühl, wenn ich im Halbdunkel sitze, meine Hände um eine warme Tasse lege und der Tag für einen Moment aufhört, laut zu sein.
Dann spüre ich:
Das hier.
Das ist mein Advent.
Und wenn Minou sich dann zusammengerollt an mich schmiegt und Aronia irgendwo im Hintergrund eine Kugel klaut?
Dann denk ich mir:
„Ja. Das ist genau richtig so.“
Wie fühlt sich Advent für dich an?
Beginnt er bei dir pünktlich mit dem ersten Advent?
Kommt er erst, wenn die Lichter überall hängen?
Oder taucht er – so wie bei mir – irgendwann ganz leise auf, zwischen Alltag, Katzen und einer Tasse heißen Tee?
Erzähl’s mir gern.
Ich freu mich auf deine Gedanken. 💛