(Werbung) Ich bin grundsätzlich offen für neue Ansätze – gerade beim Thema Klimaschutz ist es wichtig, unterschiedliche Zugänge zu schaffen. Deshalb klang Mias Hoffnung – Das etwas ANDERE Klima-Buch für mich erst mal spannend. Geschichten, die aufrütteln sollen, und fundierte Hintergrundinfos – ein Mix, der neugierig macht. Nach dem Lesen blieb bei mir aber vor allem eines: Ratlosigkeit.
Das Buch
Dr. Henrik Timmermann
Mias Hoffnung: Das etwas ANDERE Klima-Buch
Erscheinungsdatum: 10.09.2025
ISBN: 9783384641298
tredition

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Worum geht’s in Mias Hoffnung
Das Buch ist ein Hybrid aus kurzen Geschichten und wissenschaftlich fundierten Hintergrundinformationen. Es will aufzeigen, wie sich der Klimawandel auf unsere Zukunft auswirken könnte – aus verschiedenen Blickwinkeln, für unterschiedliche Zielgruppen. Nach jeder Geschichte folgt ein erklärender Abschnitt mit Fakten, Quellen und Zusammenhängen. Soweit die Idee.
KI statt Mensch – und das merkt man
Was ich allerdings erst nach der Lektüre bemerkte: Die Texte wurden mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt – und genau das fühlte sich beim Lesen irgendwie seltsam an. Es fehlte mir die emotionale Tiefe, dieses feine „Zwischen-den-Zeilen“, das man spürt, wenn ein Mensch mit Herzblut schreibt. Auch wenn der Stil grundsätzlich okay ist, war da diese ständige Distanz, die mich gestört hat – wie ein Gespräch mit jemandem, der die richtigen Worte findet, aber nichts dabei empfindet.
Weder Fisch noch Fleisch
Ein weiteres Problem: Das Buch ist weder richtig Erzählung noch klassisches Sachbuch. Es pendelt irgendwo dazwischen, schafft es aber nicht, eine klare Richtung einzuschlagen. Für mich hemmte das den Lesefluss enorm – ich wusste oft nicht, wie ich den Text einordnen soll oder was ich davon mitnehmen kann.
Strukturproblem statt Lesefluss
Was zusätzlich irritierte: Nach jeder Geschichte folgen teils sehr lange Hintergrundinformationen. An sich ein guter Gedanke – aber es hätte sich angeboten, das Ganze besser zu trennen. Ein Teil mit den Geschichten, ein separater Teil mit den Fakten – so hätte man ungestört lesen können und bei Bedarf gezielt nachblättern. In der aktuellen Form wirkt es eher wie ein ständiges Stop-and-Go.
Lob für die Quellenarbeit
Was ich allerdings wirklich positiv hervorheben möchte: Es werden Quellen angegeben! Und zwar nicht nur eine Alibi-Quelle, sondern richtige Nachweise. Das ist leider längst nicht mehr selbstverständlich – umso schöner, dass hier wissenschaftliche Sorgfalt erkennbar ist. Gerade bei einem so wichtigen Thema ein starkes Zeichen.
Fazit
Mias Hoffnung versucht, auf originelle Weise für den Klimaschutz zu sensibilisieren – mit Geschichten, die berühren sollen, und Fakten, die informieren. Leider gelingt beides nur bedingt. Der KI-generierte Text wirkt distanziert, der Aufbau ist unausgewogen, und insgesamt fehlte mir das Gefühl, wirklich mitgenommen zu werden. Gute Idee, aber schwache Umsetzung.