📌 Triggerwarnung: Dieser Beitrag zeigt Migräne, wie sie ist – roh, ungeschönt und körperlich.
Heute ist der 12. Januar 2026 – also: #12von12-Zeit. Erst wollte ich aussetzen. Schon wieder Migräne. Schon wieder krank gemeldet. Schon wieder der Körper, der nicht mitmacht. Aber dann fiel mir ein, dass ich genau deswegen mitmache. Weil ich auch 2022 mitgemacht habe – an dem Tag, an dem ich vom Tod meines Stiefvaters erfahren habe. Weil das Leben nicht aus fluffigen Frühstücksbowls und perfekten Morgenroutinen besteht. Sondern aus echten Momenten. Aus Kotzeimern. Aus Katzen, die sich leise dazulegen. Und aus mir.
Ich teile diesen Tag, weil ich zeigen will, was Migräne wirklich ist. Nicht nur „ein bisschen Kopfschmerzen“. Sondern ein Komplettausfall. Ein Überlebenskampf. Ein Tag, an dem alles zu viel ist – außer Ehrlichkeit.
Noch nicht mal richtig wach, schon zwingt mich mein Körper in die Knie. Ein Bild, das ich eigentlich niemandem zeigen will – aber genau deswegen MUSS ich es zeigen. Um sichtbar zu machen, was viele unsichtbar durchleiden. #echtesLeben #MigräneRealität
Migräne kennt keine Arbeitszeiten. Selbst mit Brechreiz, Tränen und pochendem Kopf muss ich mich erst „organisieren“, um mich krank zu melden. Zum Glück geht das bei uns per Chat – denn sprechen hätte ich heute eh nicht können.
Dreifach-Kombo aus der Hölle. Migräne kommt selten allein – heute: Erbrechen, Durchfall und Menstruation gleichzeitig. Klingt wie ein schlechter Scherz, ist aber meine Realität. Und genau deswegen teile ich sie. Weil Migräne eben nicht nur ein bisschen „Kopfweh“ ist.
Manchmal ist ein Fenster die Rettung. Bei Minusgraden das Fenster auf Kipp – und mein Kopf seufzt leise auf. Die eisige Luft tut weh und gut zugleich. Ich kann die Temperatur kaum einschätzen, aber ich weiß: Ich brauche das jetzt.
Steinharter Nacken und mein Masseur ist auf Arbeit. 😩 Wenn der Kopf explodiert, macht der Schulterbereich gleich mit. Ich nutze unser elektrisches Shiatsu-Massagegerät – hilft nicht perfekt, aber besser als nichts. Und immerhin meckert es nicht, wenn ich fluche.
Liegen ist nicht gleich Ausruhen. Ich versuche, irgendwie zu liegen – aber irgendwas tut immer weh: Nacken, Kopf, Schultern, Übelkeit, Atemnot. Ich wälze mich, fluche innerlich und hoffe, irgendwann vor Erschöpfung wegzudämmern.
Als ich aufwache, ist „Schwester Aronia“ da. Sonst eher auf Herrchen fixiert, aber heute wich sie mir nicht von der Seite. Sie weiß einfach, wann’s ernst ist. Mein pelziger Schutzengel in Schwarzweiß.
So nah und doch so unerreichbar. Mein Körper schreit nach Flüssigkeit, doch selbst dieser Schluck Wasser würde sofort rebellisch den Rückweg antreten. Ich begnüge mich damit, meine Lippen zu benetzen – während draußen die Welt friedlich weiß glitzert.
Vom Bett aufs Sofa – mehr war heute nicht drin. Ich ziehe mir was Warmes über und flüchte mich aus dem Schlafzimmer aufs Sofa. Und da kommt auch schon Minou, legt sich auf mich und bleibt. Katzentherapie Level 100.
Endlich! Mein Schatz ist wieder da. 🖤 Nach einem Tag voller Schmerz, Erschöpfung und Überleben ist das hier mein echtes Highlight: Ron ist wieder zu Hause. Und mit ihm kommt ein Stück Sicherheit zurück.
Migräne überstanden? Dann: ESSEN! 😍 Nach einem ganzen Tag ohne Nahrung meldet sich der Heißhunger mit voller Wucht. Mein Körper ruft: Fast Food! Mein Mann liefert: veggie Love. Besser geht’s nicht.
Das Getränk der Götter. 🥤 Endlich kann ich was trinken – und was für eins! Mein Held bringt mir eiskalte Cola. Nach dem Tag ist das für mich: pure Magie.
7 Gedanken zu „Migräne im Alltag: Mein 12 von 12 mit Schmerz und Katzen“
Liebe Roswitha, ich finde es total stark von Dir, dass Du uns an Deinem Tag teilhaben lässt, obwohl Du Dich offensichtlich mehr als nur gequält hast. Ich finde es wichtig und richtig auch solche Tage zu dokumentieren, denn das Leben besteht eben nicht immer nur aus „fluffigen Frühstücksbowls und perfekten Morgenroutinen.“ Ich glaube Migräne ist so ziemlich der schlimmste Schmerz, den ein Mensch durchleben kann. Ich kenne es auch, wenn man kaum vom Sofa hochkommt und man sich nur zwischen Klo und Sofa bewegt. Allerdings bin ich froh darüber, dass mich dieser Zustand nur noch sehr selten ereilt. Als Teenager und junger Erwachsener hatte ich deutlich mehr Probleme damit. Mir half dann nur noch alles abzudunkeln, mich hinzulegen und soweit es irgendwie möglich war alle Geräusche draußen zu lassen. Und ja, Migräne ist eben nicht nur „ein bisschen“ Kopfschmerzen und genau deshalb ist Dein heutiger Beitrag so unglaublich wichtig, um darauf aufmerksam zu machen.
Ich hoffe für Dich, dass der Abend für Dich besser läuft.
Ich wünsche Dir eine stressfreie und entspannte Woche. Anja
Liebe Anja, danke dir von Herzen für deinen ausführlichen Kommentar – und dafür, dass du so klar sagst, wie wichtig es ist, auch diese Tage sichtbar zu machen. Genau das war mein Gedanke beim Schreiben: Das Leben besteht eben nicht nur aus hübschen Morgenroutinen, sondern manchmal schlicht aus „irgendwie durchkommen“.
Und ja, Migräne ist so viel mehr als „ein bisschen Kopfweh“. Danke, dass du das so deutlich benennst – und auch deine eigenen Erfahrungen teilst. Es tut gut zu lesen, dass es dich heute nur noch selten so heftig erwischt.
Danke auch für deine lieben Wünsche – ich hab sie sehr gebraucht. Ich wünsche dir ebenfalls eine ruhige, stressarme Woche! Liebe Grüße Roswitha
ich hoffe es geht dir inzwischen besser ich kenne das von früher (meist Weihnachten 🙁 wenn der Trubel und Stress nach ließ ) mein Vater hat es mir vererbt und ich meinen Töchtern 🙁 so schlimm dass ich z.B.einmal eine von der Arbeit abholen musste .. sie war so durch den Wind dass sie nicht mal mehr wußte wer sie war .. oder mit meiner Jüngsten damals noch Kind in die Notaufnahme musste ja Migräne ist bösartig sicher .. es gibt auch leichtere Formen da reicht dunkel und Schmerzmittel aber meist sind 3 Tage buchstäblich im Eimer gute Besserung Rosi
Liebe Rosi, danke dir fürs Teilen deiner Erfahrungen – das hat mich beim Lesen echt getroffen. Diese Momente, in denen man jemanden abholen muss, weil wirklich gar nichts mehr geht… das ist genau die Realität, die viele Menschen unterschätzen. Und wenn’s dann auch noch familiär weitergegeben wird, ist das einfach nur unfair.
Danke, dass du das so offen schreibst. Genau solche Rückmeldungen zeigen mir, wie wichtig es ist, Migräne nicht kleinzureden – weder bei sich selbst noch bei anderen. Ich wünsche dir und deinen Töchtern von Herzen möglichst viele gute, ruhige Tage – und dass die schlimmen Phasen so selten wie möglich werden. Liebe Grüße Roswitha
Liebe Roswitha… gerade habe ich mein Geburtstagsgeschenk einer Kollegin, ein kleiner Kunstautomat, ausgepackt und da war ein kleiner Timtenfisch drin 😀…neben meiner Katze und unserem Hund das Lieblingstier von meinem Mann und mir…unser Haus ist voller kleiner und großer Tintenfische und jetzt haben wir noch einen dazu bekommen…Danke dafür!!! Ich habe dich gegoogelt…Migräne, Katzenhilfe…wie bei mir….seit frühester Jugend, von Oma, Mutter an mich vererbt und ich habe es leider auch an meinen Sohn weiter gegeben…dein Leiden kenne ich genau und niemand, der es nicht aushalten muss, kann diesen grausamen Schmerz nachvollziehen….ich habe mir schon vor vielen Jahren Hilfe beim Neurologen und in der Schmerztherapie geholt…es gibt heute gute Hilfe, denn niemand muss diesen Schmerz aushalten…das sagt mein Mann immer…er ist Arzt und geht durch meine Migräne sensibilisiert noch viel bewusster mit Migränepatienten um… Liebe Roswitha, bitte suche Dir Hilfe bei guten Ärzten denn auch Du hast ein Recht auf ein schmerzfreies Leben….jeder Migränetag ist sonst verlorene Lebenszeit…und das hat niemand verdient…. Liebe Grüße Mary
Liebe Mary, ich musste beim ersten Absatz sofort grinsen: Ein Tintenfisch aus dem Kunstautomaten – und dann landet er ausgerechnet bei euch Tintenfisch-Fans. Perfekter hätte das Timing ja kaum sein können. Wie schön, dass er bei euch ein Zuhause gefunden hat – das freut mich wirklich riesig!
Und danke dir sehr für deine offenen Worte zur Migräne. Du beschreibst das so treffend: Wer es nicht erlebt, kann diesen Schmerz kaum nachvollziehen – und trotzdem kostet er Lebenszeit, Kraft und oft auch Selbstvertrauen. Dein Appell, Hilfe einzufordern, kommt bei mir an. „Aushalten“ ist keine Heldentat, sondern manchmal einfach nur das, was man macht, weil man gerade nicht mehr kann – und genau deshalb braucht es gute Unterstützung.
Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, mir so zu schreiben. Liebe Grüße Roswitha
Liebe Roswitha,
ich finde es total stark von Dir, dass Du uns an Deinem Tag teilhaben lässt, obwohl Du Dich offensichtlich mehr als nur gequält hast. Ich finde es wichtig und richtig auch solche Tage zu dokumentieren, denn das Leben besteht eben nicht immer nur aus „fluffigen Frühstücksbowls und perfekten Morgenroutinen.“
Ich glaube Migräne ist so ziemlich der schlimmste Schmerz, den ein Mensch durchleben kann. Ich kenne es auch, wenn man kaum vom Sofa hochkommt und man sich nur zwischen Klo und Sofa bewegt. Allerdings bin ich froh darüber, dass mich dieser Zustand nur noch sehr selten ereilt. Als Teenager und junger Erwachsener hatte ich deutlich mehr Probleme damit. Mir half dann nur noch alles abzudunkeln, mich hinzulegen und soweit es irgendwie möglich war alle Geräusche draußen zu lassen.
Und ja, Migräne ist eben nicht nur „ein bisschen“ Kopfschmerzen und genau deshalb ist Dein heutiger Beitrag so unglaublich wichtig, um darauf aufmerksam zu machen.
Ich hoffe für Dich, dass der Abend für Dich besser läuft.
Ich wünsche Dir eine stressfreie und entspannte Woche.
Anja
Liebe Anja,
danke dir von Herzen für deinen ausführlichen Kommentar – und dafür, dass du so klar sagst, wie wichtig es ist, auch diese Tage sichtbar zu machen. Genau das war mein Gedanke beim Schreiben: Das Leben besteht eben nicht nur aus hübschen Morgenroutinen, sondern manchmal schlicht aus „irgendwie durchkommen“.
Und ja, Migräne ist so viel mehr als „ein bisschen Kopfweh“. Danke, dass du das so deutlich benennst – und auch deine eigenen Erfahrungen teilst. Es tut gut zu lesen, dass es dich heute nur noch selten so heftig erwischt.
Danke auch für deine lieben Wünsche – ich hab sie sehr gebraucht. Ich wünsche dir ebenfalls eine ruhige, stressarme Woche!
Liebe Grüße
Roswitha
ich hoffe es geht dir inzwischen besser
ich kenne das von früher (meist Weihnachten 🙁 wenn der Trubel und Stress nach ließ )
mein Vater hat es mir vererbt
und ich meinen Töchtern 🙁
so schlimm dass ich z.B.einmal eine von der Arbeit abholen musste ..
sie war so durch den Wind dass sie nicht mal mehr wußte wer sie war ..
oder mit meiner Jüngsten damals noch Kind in die Notaufnahme musste
ja Migräne ist bösartig
sicher .. es gibt auch leichtere Formen da reicht dunkel und Schmerzmittel
aber meist sind 3 Tage buchstäblich im Eimer
gute Besserung
Rosi
Liebe Rosi,
danke dir fürs Teilen deiner Erfahrungen – das hat mich beim Lesen echt getroffen. Diese Momente, in denen man jemanden abholen muss, weil wirklich gar nichts mehr geht… das ist genau die Realität, die viele Menschen unterschätzen. Und wenn’s dann auch noch familiär weitergegeben wird, ist das einfach nur unfair.
Danke, dass du das so offen schreibst. Genau solche Rückmeldungen zeigen mir, wie wichtig es ist, Migräne nicht kleinzureden – weder bei sich selbst noch bei anderen. Ich wünsche dir und deinen Töchtern von Herzen möglichst viele gute, ruhige Tage – und dass die schlimmen Phasen so selten wie möglich werden.
Liebe Grüße
Roswitha
Liebe Roswitha…
gerade habe ich mein Geburtstagsgeschenk einer Kollegin, ein kleiner Kunstautomat, ausgepackt und da war ein kleiner Timtenfisch drin 😀…neben meiner Katze und unserem Hund das Lieblingstier von meinem Mann und mir…unser Haus ist voller kleiner und großer Tintenfische und jetzt haben wir noch einen dazu bekommen…Danke dafür!!!
Ich habe dich gegoogelt…Migräne, Katzenhilfe…wie bei mir….seit frühester Jugend, von Oma, Mutter an mich vererbt und ich habe es leider auch an meinen Sohn weiter gegeben…dein Leiden kenne ich genau und niemand, der es nicht aushalten muss, kann diesen grausamen Schmerz nachvollziehen….ich habe mir schon vor vielen Jahren Hilfe beim Neurologen und in der Schmerztherapie geholt…es gibt heute gute Hilfe, denn niemand muss diesen Schmerz aushalten…das sagt mein Mann immer…er ist Arzt und geht durch meine Migräne sensibilisiert noch viel bewusster mit Migränepatienten um…
Liebe Roswitha, bitte suche Dir Hilfe bei guten Ärzten denn auch Du hast ein Recht auf ein schmerzfreies Leben….jeder Migränetag ist sonst verlorene Lebenszeit…und das hat niemand verdient….
Liebe Grüße
Mary
Liebe Mary,
ich musste beim ersten Absatz sofort grinsen: Ein Tintenfisch aus dem Kunstautomaten – und dann landet er ausgerechnet bei euch Tintenfisch-Fans. Perfekter hätte das Timing ja kaum sein können. Wie schön, dass er bei euch ein Zuhause gefunden hat – das freut mich wirklich riesig!
Und danke dir sehr für deine offenen Worte zur Migräne. Du beschreibst das so treffend: Wer es nicht erlebt, kann diesen Schmerz kaum nachvollziehen – und trotzdem kostet er Lebenszeit, Kraft und oft auch Selbstvertrauen. Dein Appell, Hilfe einzufordern, kommt bei mir an. „Aushalten“ ist keine Heldentat, sondern manchmal einfach nur das, was man macht, weil man gerade nicht mehr kann – und genau deshalb braucht es gute Unterstützung.
Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, mir so zu schreiben.
Liebe Grüße
Roswitha