Zwischen Kälte, Chaos und Kartoffel-Käsefondue [Monatsrückblick Dezember 2025]

Der Dezember war ein wilder Mix aus Zahnschmerzen, Zeichensessions, Zoff und Zauber. Ein Monat, der noch einmal alles rausgeholt hat: gesundheitlich, emotional und kreativ. Und obwohl vieles nervte, schmerzte oder schlicht überforderte, war da auch immer wieder ein bisschen Glück dazwischen. Und am Ende ein veganer Käsefonduetopf.

Bahnchaos, Zahnhorror & Familienwahnsinn

Wer diesen Monat pendelte, brauchte Geduld, Snacks und starke Nerven. Ron war teilweise ab 6:50 Uhr unterwegs und kam erst um 21:40 Uhr wieder. Danke, Bahn. Und noch mehr Dank für die Ankündigung weiterer Baustellen fürs neue Jahr …

Mein ganz eigener Horrorfilm: Zahnschmerzen. Wieder mal am Wochenende, wieder mal Notdienst, der nichts macht außer „Gehen Sie am Montag zu ihrem Hauszahnarzt.“ Immerhin hat mein Zahnarzt dann eine Wurzelbehandlung gemacht. Schmerzen aktuell: Pause. Ich klopfe auf Holz! Und weil das noch nicht reicht: Ich wurde nach Bremen geschickt zur Zahnwurzelkappung. Wie beim letzten Mal: „Unnötig!“ Wurde also wieder nicht gemacht. Immerhin: Ron hat mich danach zum Frühstücken in den Katzentempel eingeladen. Kleine Entschädigung mit großer Wirkung.

Frühstück im Katzentempel in Bremen mit Croissant, Brot, veganem Aufstrich, Marmelade und Dessert im Glas, gegenüber sitzen Ron Böhm und Roswitha Böhm nach einem anstrengenden Zahnarzttermin
Ich sitze mit Ron im Katzentempel in Bremen und wir frühstücken gemeinsam: Croissant, Brot, vegane Aufstriche, Marmelade und ein Jogurt im Glas – ein kleiner Lichtblick nach Zahnschmerzen, Notdienst-Frust und einem weiteren Termin-Marathon.

Weihnachten war auch … sagen wir: „familiär schwierig“. Essen am ersten Feiertag, nicht-lecker, dafür sehr anstrengend. Dieses eine Familienmitglied, das man nur „der Höflichkeit halber“ mitnimmt, sorgt einfach immer für Stimmung. Nur nie für gute.

Große Erwartungen. Großer Abend. Große Enttäuschung. Manchmal freut man sich wochenlang – und dann kommt alles ganz anders als gedacht… Ron und ich hatten heute einen Abend mit „Vikings“ geplant und dachten: Wow, das wird episch! Tja. War es leider nicht. 😬 👉 „Vikings“ entpuppte sich für mich als

  • animierte Bilder statt Gänsehaut
  • ein vorgelesener Text statt Atmosphäre
  • null neue Erkenntnisse trotz großer Versprechen
  • Und wenn man sich im Saal so umschaute und überall müde Gesichter sah, wusste man: Ich bin nicht allein mit diesem Gefühl…
Roswitha Böhm und Ron Böhm stehen an Weihnachten an der Hamme vor einer winterlichen Flusslandschaft
Ron und ich an Weihnachten an der Hamme. Nach dem Essen ein wenig Ruhe genießen – nur zu Zweit.

Zuhause, das brennt (nicht)

Im Wohnzimmer war es hinten immer eisig kalt. Der alte gemauerte Kamin? Viel Arbeit, wenig Effekt. Also haben wir uns eine Infrarotheizung gegönnt – und siehe da: wohlig warm! Ironie des Monats: Ich habe im November noch einen Ofenführerschein gemacht. 😅

Auf dem Dachboden wurde ausgemistet. Endlich. Ich seh ihn zwar selten, aber der Ballast lag irgendwie auf dem ganzen Haus. Jetzt ist wieder Platz. Und mein Kopf ist freier.

Roswitha Böhm steht mit Kopfhörern auf einem Dachboden zwischen Holzbalken und Dämmmaterial
Beim Ausmisten auf dem Dachboden. Kopf frei!

Gesundheitsupdates für Mensch & Tier

Minou & Aronia hatten ihren Tierarzttermin. Aronia musste Blut lassen, aber: Die Schilddrüsenwerte sind stabil, der Hunger-Nicht-Hunger-Ausnahmezustand hat sich beruhigt. Gute Nachrichten mit kleinem Pieks.

Weniger schön: Ron lag flach. Allergie? Erkältung? Corona? Alles getestet, alles negativ. Aber er war tagelang komplett platt. Sofa, Decke, Serien.

Und dann das: Schwiegervater mit hohem Fieber stürzt nachts. Krankenwagen. Einen Tag später liegt auch die Schwiegermutter flach. Ich überlege ernsthaft, ob ein Quarantäneschild ans Haus gehört.

Ich selbst hatte zwischen den Jahren noch einen Termin in der Urologie. Kein Witz. Drei Monate gewartet für einen Termin am 29.12. Aber hey: Noch dieses Jahr geschafft!

Kreativmomente und Workshopwunder

Am 20.12. war ich beim Workshop für realistisches Zeichnen. Herausfordernd, aber richtig spannend. Nach drei Stunden war der Unterschied deutlich zu sehen. Gelernt, geschwitzt, gelobt worden. ✔️

Zwei Bleistiftzeichnungen eines Hundekopfes von Roswitha Böhm, links der Zeichenstand zu Beginn eines Workshops für realistisches Zeichnen und rechts das Ergebnis nach drei Stunden, beide nach derselben Vorlage entstanden
Ich zeige zwei Zeichnungen von mir nebeneinander: links mein Ausgangszustand zu Beginn des Workshops für realistisches Zeichnen, rechts das Ergebnis nach drei Stunden – beide Arbeiten sind nach exakt derselben Vorlage entstanden.

Außerdem:

Gedichte & Texte

Gedicht: Dezember, digital

Ein gereimter Blick auf den Dezember zwischen Glühwein, Paketchaos und WLAN-Weihnacht – mit einem Augenzwinkern.

Gedicht: Preisfrage

Ein nachdenkliches Gedicht über ethische Dilemmata, knappe Kassen und die bittere Realität zwischen Supermarktregal und Moral.

Poetry Slam Text: Montag Schimmel, Sonntag Seele

Ein Poetry-Slam-Text über einen schief hängenden Putzplan, klebrige WG-Wahrheiten und das kleine Wunder, das entsteht, wenn man statt zu meckern mal miteinander redet.

Prosa: Klick

„Klick“ erzählt von diesen paar Sekunden vor dem Absenden – wenn der Cursor blinkt, der Magen zusammenzieht und die innere Stimme alles zerreden will. Eine Ich-Erzählerin steht kurz davor, einen sehr persönlichen kreativen Text in die Welt zu schicken: mutig, verletzlich, endgültig. Dann stolpert ihre Katze Aronia ins Bild – und aus dem Chaos wird Klarheit. Ein kurzer, humorvoller Prosatext über Selbstzweifel, Entscheidungsmacht und den Moment, in dem man aufhört, sein Leben klein zu verhandeln – und einfach sendet.

Märchen: Rotkäppchens Weihnachtswunder

Kurz vor Weihnachten soll Rotkäppchen einen Baum für das große Fest im Wald holen. Doch zwischen Schnee, alten Geschichten und tief sitzenden Vorurteilen trifft sie eine Entscheidung, die alles verändert. Gemeinsam mit dem Wolf entdeckt sie, dass Mut manchmal leise ist – und dass wahre Wunder dort entstehen, wo niemand ausgeschlossen wird. Ein winterliches Märchen über Vertrauen, Zusammenhalt und ein Licht, das heller scheint als jede Angst.

Abschied und Ausblick

Am 28.12. erfuhren wir, dass ein Bekannter am 11.12. verstorben ist. Krebs. Ron kannte ihn gut, sie haben früher monatlich zusammen Pen and Paper gespielt. Es trifft einen immer – aber gerade rund um Weihnachten ist es noch einmal schwerer. Ruhe in Frieden, Ingo.

Den Jahreswechsel verbringen wir ruhig. Kein Knall, kein Drama. Dafür selbstgemachtes veganes Käsefondue auf Kartoffelbasis und die stille Hoffnung, dass 2026 netter – und insgesamt gesünder – wird.

Und wenn wir schon bei Tipps sind: Streaming-Tipp: Zoey’s Extraordinary Playlist auf Netflix. Musik macht glücklich – und Skylar Astin ist heiß. Just saying. 😉

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