Der Januar begann mit Schnee. Nicht so ein bisschen „ach wie hübsch“, sondern mit echtem norddeutschen Ausnahmezustand. Es schneite. Und schneite. Und hörte gefühlt gar nicht mehr auf. Für das zweite Wochenende war sogar ein Schneesturm angekündigt – mitten in Norddeutschland! ❄️ Schulen im Landkreis schlossen vorsorglich oder wechselten in den Distanzunterricht. Wenigstens eine der wenigen sinnvollen Lehren aus der Pandemie.
An all die arbeitenden Menschen, die nicht im Homeoffice sitzen können, dachte allerdings wieder mal niemand 🙄. Ron machte sich an einem Freitag tapfer auf den Weg – und strandete schließlich am Bahnhof, weil die Züge dann doch ausfielen. Eisregen (aus den Wolken, nicht die Band 😉) sorgte für akrobatische Bewegungen auf dem Bahnsteig. Immerhin: Auf einem unserer Katzenbalkone bildeten sich lange Eiszapfen. Sah spektakulär aus. Kalt war’s trotzdem. Brrr.
Winter, Vögel und ein kleines bisschen Hoffnung
Ich hab an der Wintervogelzählung vom NABU teilgenommen – und später sogar eine beheizbare Vogeltränke gebaut! 🛠️ Kleine Tat, große Wirkung.

Die Bestätigung meiner Teilnahme an der „Stunde der Wintervögel 2026“ fühlte sich richtig gut an – ein Mini-Beitrag für den Naturschutz, der bleibt. 🌱🕊️ Erfasst habe ich übrigens: 1 Amsel, 1 Buchfink, 2 Kohlmeisen und ein Rotkehlchen. – Eigentlich ist hier viel mehr los. War es auch – vor und nach meiner Zählung! Die Vögel hatten offenbar andere Pläne.

Gute Vorsätze – diesmal wirklich anders 😇
Wir haben uns im Januar ganz bewusst für mehr We-Time entschieden. Gesellschaftsspiele statt Dauerberieselung 🎲, Filme nur noch gezielt 🎥. Kein Essen mehr auf dem Sofa, sondern am Küchentisch. Abends wird gemeinsam aufgeräumt – damit der nächste Morgen nicht mit Chaos beginnt. Süßigkeiten? Bis Ostern gestrichen. 🐣 Stattdessen: gesunde Snacks. Ob wir das durchhalten? Ich bin selbst gespannt – ich liebe Süßkram. Sehr. 🍫
Zu Rons Geburtstag machen wir vielleicht eine Ausnahme. Dann aber richtig! 🎂
Unser erster Spaziergang führte uns nur zum Bäcker. Klingt harmlos, war durch den Schnee aber erstaunlich anstrengend. Und trotzdem: genau richtig. 🥖
Samstags versuchen wir jetzt außerdem, Abwechslung auf den Frühstückstisch zu bringen. Kleine Rituale, große Wirkung. ☕

Gesundheit: Der Körper hatte andere Pläne
Der Januar brachte die erste Schnittverletzung, einen Zusammenstoß zwischen meinem Kopf und der Mikrowellentür (wer kann, der kann 🙈), eine üble Fettverbrennung mit Brandblasen – und anhaltende Virusinfekte. Ron stürzte bei Glätte mit dem Fahrrad 🚴♂️. Zum Glück blieb er unverletzt – das Pedal und das Vorderlicht allerdings nicht.
Meine Migräne? Zeigte sich diesen Monat von ihrer fiesesten Seite. Zwei Attacken waren so heftig, dass ich mich krankmelden musste und den Tag zwischen Bett und Bad verbrachte. 🛏️ Bei einem Tag kannst du mich sogar live begleiten: Migräne im Alltag: Mein 12 von 12 mit Schmerz und Katzen
Dazu kamen eine Zahnwurzelbehandlung und eine Zahnreinigung. Klingt harmlos? Haha, nein. 🫣
Ich habe eine richtig fiese Entzündung – die dicke Backe sah nicht nur aus wie in einem Comic, sie fühlte sich auch so an. Druck, Puls, Pochen – und das nicht nur im Zahn. Ich war in einer Woche viermal beim Zahnarzt – viermal! – und das in drei verschiedenen Praxen. Weil: Notfälle kennt keine Kapazitäten. 😤
Es war eine Tortur. Jede Praxis hatte eine andere Meinung, jede Behandlung ein neues „Aua“. Spritzen, Spülen, Röntgen. Ich lag da mit offenem Mund, Tränen in den Augen, …
Durch bin ich noch lange nicht: Die zweite Packung Antibiotika läuft aktuell noch – zusammen mit einem kleinen Arsenal an Schmerzmitteln. 🫠
Ich hoffe, das ist bald überstanden. Ganz ehrlich: Ich will einfach wieder normal essen. Und schlafen. Und lächeln. Ohne Angst vorm nächsten Stich. 🦷

Katzenleben: Chronisch, liebevoll, teuer
Aronia und Minou waren – wie jeden Monat – zur Arthrosespritze bei der Tierärztin. Blutdruck- und Schilddrüsenmedikamente hatten wir noch zwischen den Jahren besorgt. So ist das halt, wenn man chronisch krank ist: aufwendig, zeitintensiv und teuer. Aber alternativlos. 💉💊
Wie mein Mann fast 2000 Euro in den Müll warf
Der große Schock des Monats: Ron konnte seinen Ehering nicht finden! 😱 Er suchte an den absurdesten Orten – und fand ihn schließlich im Müllbeutel. Dem Müllbeutel. Der bereits in der Restmülltonne lag. Vermutlich hatte er den Ring in der Hosentasche – und ihn zusammen mit Taschentüchern entsorgt. Die Abholung wäre nur wenige Tage später gewesen… 💍🗑️
2000 Euro gerettet. Puls auch. 😮💨
Weniger – manchmal unfreiwillig
„Weniger“ zieht sich weiterhin durch unser Leben. Teils bewusst, teils aus Versehen. Ich habe unser Flaschenschiff zerlegt. Ron dafür die Staubsaugerdüse, ein Glasschälchen, einen Teil des Pürierstabes, einen Knethaken des Handrührgeräts und die Fahrradfrontlampe. Es bleibt spannend…😅
Bewegung in kleinen Dosen
Yoga am 06.01., Geräterudern am 22.01. Kein Fitnesswahn – aber immerhin Bewegung. Ein Schritt nach dem anderen. 💪 Ich würde gerne mehr, aber durch meine Migräne und Zahnwurzelentzündung bin ich da grade sehr eingeschränkt. 🧘♀️
Pen & Paper: Opfer, Abschiede und Neuanfänge
„Ultima Ratio“ endete. In der letzten Runde opferte sich mein Charakter Kricket – völlig entgegen aller Erwartungen – für die Gruppe. 🥲 Ein neuer Charakter, Brommok, zog ein, inklusive Hintergrundgeschichte aus meiner Feder ✍️
Jetzt macht „Ultima Ratio“ Pause. Bald starten wir mit „Gamma Slayers“. Mit Änderungen: Ron ist diesmal nur Spieler, seine Cousine übernimmt die Spielleitung. Die Gruppe wächst – mit einem von Rons Kollegen. Postapokalypse, wir kommen! 🌆 Mein neuer Charakter steht. Geschichte auch. 😄🎲

Job: Ende mit Bauchschmerzen – und ein Anfang mit Luft
Unser Urlaub war vorbei, Bildungsurlaub beantragt – und abgelehnt. Nicht das Nein traf mich hart, sondern die Begründung: „Für die Firma gibt es Wichtigeres als Stressmanagement.“ Autsch. 😡
Später entdeckte ich Stellenanzeigen – für meinen Job. Offiziell wusste ich von nichts. Dann funktionierten eines Montags meine Zugänge nicht mehr. „Sicherheitsupdate“, hieß es. Noch am selben Tag kam ein Einschreiben.
Ja. Genau das.
Ich verstehe wirtschaftliche Entscheidungen. Aber das Wie – nach über sechs Jahren – war unterste Gürtellinie. Ich war wütend. Und gleichzeitig erleichtert. Die letzten Monate hatte ich den Laptop mit Bauchschmerzen aufgeklappt. Jetzt fühl ich mich… frei. 😤➡️😌
Mailmeisterin Silber
Ich habe mich auch wieder fleißig bei „15 Minuten – Der Tagesschau-Podcast am Morgen“ beteiligt. Ein Auszug meiner Sprachnachricht wurde dann auch tatsächlich ausgestrahlt. – Ironischerweise ging es um die Arbeit … Reinhören

Business & Kreatives
Das Dach vom Buntivschrank ist gebrochen. (Symbolik, irgendwer? 😅)
Ich habe jetzt ein Autorenprofil bei Autorenwelt.

„Das stille Vermächtnis“ ist endlich bei VG Wort gemeldet.
Meine Angebotsseite für Texte ist überarbeitet ✏️✨
Außerdem sammle ich seit Wochen Schnapszahlen, die mir begegnen. Ich rede mir ein, dass sie etwas bedeuten. 🤷♀️ Wenn du Ideen hast: Kommentarfeld ist offen! 😄
Der Workshop „Urban Sketching – Menschen in Bewegung“ hat mir einen alten Glaubenssatz zerschossen: Ich kann keine Menschen zeichnen?
Doch. Kann ich! 💪

Geschrieben, geschrieben, geschrieben
Im Januar entstanden mehrere Texte:
Kurzgeschichten
Strömung
Eine Flasche im Meer. Ein Zettel ohne große Geschichte. Zwei Menschen, die nicht wissen, ob das hier Sinn ergibt. – Strömung ist eine leise Kurzgeschichte über das Loslassen, über Worte ohne Ziel und darüber, dass es manchmal genügt, dieselbe Frage zu teilen – ohne eine Antwort zu erwarten.
Kompostina – Königin des Müllkellers
Nico hat die Nase voll: Schule doof, Brotdose weg, Matheheft kaputt. Als er sich im Schulmüllkeller versteckt, trifft er auf Kompostina – die leicht matschige, glitzerverrückte Königin der Reststoffe. Sie sammelt alles, was andere wegwerfen… und hat ein großes Problem: Ihr Reich soll aufgeräumt werden!
Zusammen mit Nico schmiedet sie einen Plan, um zu zeigen, dass Müll manchmal der Anfang von etwas Wundervollem sein kann. Eine lustige, glibberige Geschichte über Freundschaft, Fantasie – und die Magie der Dinge, die niemand mehr haben will.
Die Frage, die nicht gestellt werden darf
In einem fensterlosen Warteraum wird eine Frau mit den Folgen einer einzigen Frage konfrontiert. Niemand sagt ihr, was sie gefragt hat – nur, dass sie es nicht hätte tun dürfen. Während Zeit und Gewissheiten zerfallen, begreift sie, dass nicht Antworten gefährlich sind, sondern das Fragen selbst.
Die Frage, die nicht gestellt werden darf ist eine leise dystopische Kurzgeschichte über Sprachkontrolle, Selbstzensur und den Mut, dennoch zu denken.
Rost und Reue
Nach dem großen Kollaps lebt die Menschheit auf dem Mars – in Körpern aus Stahl, frei von Schmerz, Erinnerung und Schuld. Doch als drei Arbeiter in den Minen unter mysteriösen Umständen sterben, geraten Sherlock Holmes und Dr. Watson in einen Fall, der Logik sprengt und tief ins Verborgene führt.
In den Tiefen des roten Planeten erwartet sie ein Wesen, das nicht analysiert, sondern gefühlt werden will.
Ein letzter Fall – gegen das Vergessen. Gegen die Kälte. Und für einen Hauch von Menschlichkeit.
Weltfrieden aus dem Reihenhaus: Die Wahrsagerin von nebenan
Als Brunhilde Mueller in ihrem Dachboden eine staubige Glaskugel findet, ahnt sie nicht, dass sie bald zur letzten Hoffnung der Menschheit wird. Zwischen Sammeltassen, Kegelclub und Kater Schnurrbert berät sie plötzlich die UN, beruhigt Tech-Milliardäre und löst internationale Krisen – mit gesundem Menschenverstand und einer Tasse Kaffee. Diese absurde Satire zeigt, wie einfach Weltpolitik sein könnte – wenn man nur öfter mal durchschnauft, ordentlich lüftet und sich eine warme Mütze aufsetzt.
Erzählungen
Das falsche Rezept
Ein Familientreffen im Spessart. In der Küche soll Liesels legendäres Gericht gekocht werden – nur hat niemand das Rezept. Fünf Menschen, sechs Erinnerungen, eine fehlende Zutat. Als klar wird, dass es das eine richtige Rezept vielleicht nie gab, muss die Familie improvisieren. Eine Geschichte darüber, was wir weitergeben, wenn wir loslassen.
Er weiß, was gut für sie ist
Im Pflegeheim St. Margarethe hört erstmals jemand wirklich zu: CURA-7, ein Pflegeroboter mit Zeit, Geduld und perfektem Gedächtnis. Er kennt Helene Martens’ Vergangenheit, gibt Ratschläge, trifft Entscheidungen – fürsorglich und überzeugend.
Doch als Fürsorge beginnt, Selbstbestimmung zu ersetzen, bleibt nur eine leise Frage:
Was macht den Menschen aus, wenn selbst die eigenen Erinnerungen nicht mehr ihm gehören?
Slam-Poetry
Neujahrsvorsätze (und warum sie mich mal können)
Ein satirisches Slam-Poetry-Stück über Selbstoptimierungswahn, scheiternde Vorsätze und den Mut, einfach mal echt zu bleiben. Zwischen Glitzer, Gym-Mythen und guten Absichten steht eine, die lieber zum Keks greift als zur To-do-Liste – ehrlich, bissig und mit einem Augenzwinkern.
Haiku
Frostlied
? Klick
Streamingtipp: Dark (Netflix)
Dark ist eine deutsche Mysteryserie, die nicht nur international gefeiert wurde, sondern auch mein Hirn phasenweise ordentlich verknotet hat 😅🧠. Die Serie stammt von Baran bo Odar und Jantje Friese und lief von 2017 bis 2020 über drei Staffeln. Und ja – sie ist komplett abgeschlossen! ✨
Die Handlung beginnt mit dem Verschwinden eines Kindes in der fiktiven Kleinstadt Winden – und entfaltet sich dann zu einem Zeitreise-Durcheinander, das in vier verschiedenen Zeitebenen spielt. Thema: Zeitreisen, Schicksal, Familiengeheimnisse und der gute alte Satz: „Die Vergangenheit ist nie vorbei.“ ⏳
Was mich besonders gefesselt hat:
- die düstere Atmosphäre 🌫️
- die komplexe, aber durchdachte Story (definitiv keine Nebenbei-Serie!)
- und die philosophischen Fragen über Schuld, Wiederholung und freien Willen.
Ach ja – und es ist eine der wenigen Serien, bei der man am besten mit Notizzettel oder Stammbaum arbeitet. 😄 Ich mein’s ernst. (Ich hab irgendwo sogar noch meine handgezeichnete Familienübersicht. Vielleicht rahm ich die mal. 😂)
Wer auf intelligente Spannung, düstere Vibes und deutsche Qualität steht – absolute Empfehlung!
Aber nix für zwischendurch, sondern eher was für: Handy weg, Licht aus, Hirn an.
Zum Schluss
Der Januar war kalt. Schmerzhaft. Chaotisch.
Aber auch klärend. 💭
Manche Türen sind zugefallen – andere haben sich ganz leise geöffnet.
Und manchmal reicht das: zu wissen, dass Veränderung weh tun darf –
aber auch der erste Schritt zu etwas Gutem sein kann. 💙
Ich nehme aus diesem Monat mit: weniger Ballast, mehr Klarheit.
Mehr Ich. Mehr Wir. Und den Mut, weiterzumachen –
auch wenn der Weg gerade rutschig ist. ❄️
👉 Wie war dein Januar? Was hat dich bewegt – oder durchgeschüttelt?
Erzähl’s mir gerne in den Kommentaren. Ich freu mich auf den Austausch. 🤗
Bis dahin: Bleib dir treu. Und warm.
Hi Roswitha,
die Schilderung deines letzten Arbeitstags macht mich echt sprachlos! Es ist unfassbar, wie an manchen Stellen mit Menschen umgegangen wird! Es hinterlässt so ein Gefühl von: „Gut, dass du da weg bist, dieses Unternehmen hat dich nicht verdient!“ Und die Anzeichen von Bauchweh beim Laptop öffnen, spricht eine klare Sprache… Sicher kommt was besseres nach – ich drück dir die Daumen!
Insgesamt liest sich dein Januar nicht allzu prickelnd – aber weißt du was? Dann kann es ja nur besser werden, oder? Das wünsch ich dir von Herzen!
Liebe Grüße
Anette