Zwischen Zahnarzt, Zuwachs und viralen Missverständnissen [Monatsrückblick Juni 2025]

Der Juni war… intensiv. Anders lässt sich das kaum zusammenfassen.
Er brachte Überraschungen, Enttäuschungen, Zahnarztrechnungen und Insta-Ruhm. Ein bisschen Sommer, ein bisschen Chaos – und eine neue Mitbewohnerin mit Samtpfoten.

Und wie immer: eine ordentliche Portion Kreativität. Denn die Welt muss bunter werden – auch (oder gerade) wenn sie nervt.

„Wir trennen uns…“ – und das Internet dreht durch

„Wir trennen uns.“
Dieser Satz in einem Instagram-Reel reichte, um über 600.000 Aufrufe zu generieren – und eine Flut von Kommentaren und Nachrichten zu provozieren. Viele davon besorgt, manche neugierig, einige… äh… sehr flirtbereit. 😅

Ob ich da etwas Wichtiges verschwiegen habe? Möglich.
Tatsächlich ging es um unsere Trennung von überflüssigen Dingen, toxischen Kontakten und allem, was nicht mehr gut tut. Also ja – eine Trennung. Aber eben keine, wie man dachte.
Schön zu sehen, wie viel Interpretationsraum so ein kleiner Satz lassen kann. Und ein bisschen faszinierend, wie schnell man plötzlich auf Männer wirkt, wenn man öffentlich „getrennt“ ist. 🤭

Geburtstag mit Bankbesuch

Mein Geburtstag begann dieses Jahr ziemlich unkonventionell: Wir gingen zur Bank. Nicht zum Geldabheben, sondern um ein gemeinsames Konto einzurichten.
Romantikfaktor: niedrig.
Servicefaktor: noch niedriger.
Trotz Angabe meines Geburtsdatums gab’s nicht mal ein „Herzlichen Glückwunsch“. Nun ja.

Aber abseits davon war mein Geburtstag eine schöne Mischung aus Pizza, Polizei und Eis – wie das zusammenhängt? Tja, bleibt dein Geheimnis… oder du liest einfach HIER nach. 😉

Roswitha Böhm steht lächelnd in einem hellen Raum vor einem Regal mit Pflanzen, Büchern und kleinen Dekorationen. Sie trägt ein schwarzes Kleid mit weißen Punkten und blickt ruhig in die Kamera.
Ein stiller Moment zwischendurch – Geburtstage zeigen sich manchmal leiser, als man erwartet.

Willkommen, Hera

Im Juni hat die Familie Zuwachs bekommen: Hera, die Hündin meiner Schwiegereltern, ist eingezogen.
Sie ist keine tapsige Anfängerin, sondern eine souveräne Hundedame mit Erfahrung, Haltung – und einer ganz eigenen Art, sich ihren Platz im Rudel zu sichern.

Ein neues Kapitel für die Zwei- und Vierbeiner dort – und ich bin gespannt, welche Geschichten wir mit Hera noch erleben werden. 🐾

Die braune Hündin Hera blickt aufmerksam in die Kamera. Sie sitzt auf einem gefliesten Boden und wirkt ruhig, neugierig und präsent.
Hera – neu im Rudel und schon ganz bei sich.

Pieks und Preise

Minou und Aronia hatten wieder ihren monatlichen Spritzentermin gegen Arthrose.
Begeistert waren sie nicht. Ich auch nicht, wenn ich auf die Rechnung schaue. Aber: Weniger Schmerzen für die beiden ist jeden Cent (und jeden Pieks) wert.

Zahnärztlicher Wahnsinn

Statt einer simplen Wurzelkappung durfte ich mich durch eine zahnärztliche Kette von Weiterleitungen hangeln. Am Ende bekam ich eine Wurzelbehandlung – die laut Krankenkasse nicht medizinisch notwendig war.
Zahn ziehen? Kein Problem.
Zahn retten? Luxus.
Kostenpunkt: ca. 600 €. Logik, wo bist du? Ich schüttle mit dem Kopf – vorsichtig, versteht sich. Wegen Nachwirkungen.

Mittelalterlicher Reinfall

Das Hoffest auf Gut Sandbeck sollte ein Highlight werden. Mit Gewandung, Bucket-List-Zielen (Schmied! Wahrsagerin!) und Vorfreude.
Leider: Kein Schmied. Keine Wahrsagerin. Kein Bäcker. Dafür überfüllt, stickig und beim Bogenschießen eine gefühlte Warteliste bis 2026.
Wir aßen etwas – immerhin – und fuhren enttäuscht wieder heim. Aufwand und Erwartungen: ungleich verteilt.

Roswitha Böhm und Ron Böhm stehen nebeneinander auf einem gepflasterten Weg vor dichtem Grün. Beide tragen mittelalterliche Gewandung. Er trägt einen dunklen Kilt und ein schwarzes Oberteil, sie ein langes Kleid in Blau und Weiß mit Kopftuch. Beide blicken ruhig in die Kamera.
Gewandung bereit, Erwartungen hoch – und manchmal reicht das trotzdem nicht für ein gutes Erlebnis.

Bundeswehr zum Anfassen

Wir waren beim „Tag der Bundeswehr“ in OHZ. Sehr voll, sehr heiß – aber auch beeindruckend.
Jets aus der Nähe zu sehen, Technik bestaunen, Ron beim Fachsimpeln über 3D-Drucker zuzuhören – war cool. Auch wenn man sich danach gefühlt hat wie ein Brathähnchen auf Rädern.

Ron Böhm steht an einer mobilen Feldküche im Freien. Er trägt schwarze Kleidung und lehnt entspannt an der Küche, die unter einem grünen Zeltdach aufgebaut ist. Im Hintergrund sind Gebäude und Rasenflächen zu sehen.
Manche Orte holen Erinnerungen zurück – ganz ohne große Worte.

Hans im Glück – mit Einschränkungen

Endlich mal wieder bei einem unserer Lieblings-Burgerläden gegessen.
Lecker wie immer – aber: unbequem zu sitzen, Service zu rar oder zu aufdringlich, Mocktail fast komplett aus Eis.
Note: Geschmack top, Gesamterlebnis… naja. Wird aber trotzdem nicht unser letzter Besuch gewesen sein.

Fortschritt: Flurfenster

Unser Dachdecker hat geliefert – endlich ein neues Flurfenster!
Man kann durchsehen, es zieht nicht mehr rein – Luxus pur! Und es zeigt: Manchmal sind es die kleinen baulichen Erfolge, die einem echt das Leben erleichtern.

Kreativer Austausch

Ich hab mich für den ATC-Sommertausch und den ATC-Adventskalender angemeldet. Ich liebe diese kleinen Kunsttauschformate – so viele unterschiedliche Menschen, die ein Thema völlig verschieden umsetzen. Das inspiriert und verbindet. Genau mein Ding.

Kreatives & Veröffentlichungen

Geschrieben

Ziellos

In einer Welt, die von Hitze, Hunger und Hoffnungslosigkeit zersetzt wird, schreibt eine Überlebende gegen das Vergessen an. Zwischen flirrendem Sonnenlicht und nächtlicher Dunkelheit bricht nicht nur die Realität – auch sie selbst beginnt zu zerfallen.
Was bleibt, wenn selbst Wasser zum Risiko wird, Berührung zur Erinnerung und Vertrauen zur tödlichen Währung?

Eine postapokalyptische Geschichte über Einsamkeit, Schuld und die Frage:
Wie viel Mensch bleibt übrig, wenn alles andere verloren geht?

Veröffentlichungen:

  • „Mit halber Reife voraus“ (Prosa)
    Erschienen in DUM 114 – Das ultimative Magazin
  • „Wenn Schatten träumen“ (Kurzgeschichte)
    Veröffentlicht in Grenzenlose Nächte – Geschichten der Sehnsucht und Verwandlung
    (Papierfresserchen, ISBN: 978-3-99051-398-9)
  • „Die Gitarre, die mich spielte“
    In der Anthologie Die Welt ist eine Bühne
    (Papierfresserchen, ISBN: 978-3-99051-396-5)
  • „Rouladen, Ruhm und Rebellion“
    Vorabdruck für die Anthologie Verwandte und andere Katastrophen
    (CAT creativ + Papierfresserchens MTM-Verlag, ISBN: 978-3-99051-402-3)

Ausblick

Der Juni war anstrengend, laut, heiß – aber auch ein Weichensteller.
Mit neuen Ideen (Introvertierten-Angebot in Arbeit!), neuen Impulsen und dem Wunsch, endlich weniger zu reagieren und mehr zu gestalten.
Ich will Raum schaffen – für mich, meine Kreativität, meine Grenzen.

Die Welt muss bunter werden – aber bitte auch mit Pausen und guter Zahnpflege. 😉

Schreibe einen Kommentar