Wenn Katzen wieder Chaos machen und Chefs Hoodies tragen

Der November und ich – wir hatten schon bessere Monate.
Aber auch schlechtere. 😅
Er war ein bisschen wie das Wetter: grau, träge, plötzlich laut – und zwischendurch überraschend hell.

Es gab Abschiede (vom Urlaub), Anfänge (im Job), Aufreger (Dach!) und einen Stapler-Abseil-Stunt, der ganz klar in mein persönliches WTF-Best-of gehört.
Dazu kam Kreatives, Kuscheliges, Clementinen – und eine Aronia, die uns das schönste Comeback des Jahres beschert hat. 🐾

Also: heißer Tee oder kalte Cola, Füße hoch –
und hier kommt mein Monatsrückblick.
Nicht perfekt, aber echt. Und typisch Rosi.

Aronia – Unsere kleine Kämpferin ist zurück

Im letzten Rückblick war noch große Sorge um unsere Aronia.
Sie fraß nicht mehr, lag matt herum, selbst ihre heißgeliebte Fischhaut ignorierte sie. Bauchspeicheldrüse im Verdacht, wir lagen nachts wach – mit einem Kloß im Bauch und Ohnmacht im Herzen.

Aber jetzt – im November – ist sie wieder fast ganz die Alte:
Sie frisst, sie spielt, sie kommentiert wieder mit ihrem genervten Schnurren. 😼
Klar, es gibt Momente, in denen wir rotieren – wenn sie ruhiger ist oder das Futter nur anstarrt. Aber die meiste Zeit? Lebensfreude pur.
Und wir feiern jeden einzelnen Moment mit ihr – unser liebevoll-chaotisches Herz auf vier Pfoten. 💛

Zurück aus dem Urlaub – Neues im Job, altes Kommunikationschaos

Drei Wochen und ein Tag Urlaub – und trotzdem: viel zu kurz.
Ironischerweise kam direkt am Montag eine Nachricht, ob alles okay sei, weil ich mich nicht über Teams gemeldet hatte. Ich hatte… noch Urlaub. 🙃 Das führte zu einem herrlich peinlichen „Oh-My-God-Sorry“-Moment.

Wenige Tage später: Überraschung! Neuer Geschäftsführer, neuer Vorgesetzter – von dem ich erfuhr, dass er schon seit ein bis zwei Monaten da ist. Kommunikation? Eher so… stillschweigend.

Aber hey – das erste Kennenlernen war tatsächlich richtig positiv. Ich hatte irgendwie einen Anzugsträger erwartet – und dann saß da jemand im schwarzen Hoodie, mit Bart und Brille. Sympathisch!
„Spielst du Rollenspiele?“ fragte ich.
„Früher mal,“ grinste er.
Ich: „Ich spiele noch.“
Zack, das Eis war gebrochen.

Es läuft noch nicht alles rund, aber ich darf das machen, was ich liebe: Texte schreiben. Shop-Beschreibungen. Newsletter. Das tut gut.
Was enttäuschend war: Die Social-Media-Stelle, die mir mal zugesagt wurde, ging an jemand anderes. Schade. Aber immerhin kehrt langsam wieder ein kleines bisschen Freude in meinen Brotjob zurück.

Bei Ron: Wenig Fairness, viel Stress – und ein cooler Seil-Moment

Bei Ron ging’s ähnlich turbulent weiter:
Früher half man sich unter Kolleg:innen – wer konnte, blieb länger, damit niemand unterging. Doch das war wohl vorbei.
Die Folge: Ärger von oben – und neue Arbeitszeiten für alle.
→ Bis 18 Uhr regulär, Spätschicht bis 19 Uhr.
→ Mit Bahnchaos, Umwegen und Baustellen heißt das für Ron: bis zu 64 Stunden pro Woche außer Haus.

Doch es gab auch ein Highlight:
In einer Firmenschulung lernte er, einen Hochregal-Stapler zu bedienen – bei dem die ganze Kabine hochfährt.
Und weil Technik ja gern mal streikt, gab’s gleich noch:
Abseiltraining aus 8 Metern Höhe. 😮
Ron: „Da hätte jemand ein Video machen sollen.“
Ich: „Hatte Mission Impossible im Kopf.“ 😄

Wasserflecken & Schneebälle – Dachdrama mit Happy End

Unsere Wohnzimmerdecke war feucht. Schon 2024 gemeldet. Passiert: nichts.
Diesmal mit Foto. Und Schwiegervater vor Ort.
Dann: „Okay, wir rufen einen Dachdecker.“
Und? Niemand kam. Dann: „Oh, wir haben euch vergessen.“ 🤦‍♀️

Nach Wochen des Wartens: endlich! Zwei Fahrzeuge, Leiterwagen, Hämmern, Bohren.
Und jetzt? Alles dicht. 🎉

Dazu passend: der erste Schnee des Jahres!
Und ich?
Hab Ron natürlich direkt mit einem Schneeball beworfen. ☃️ #Prioritäten

Dachdecker-Transporter mit langen Leitern, regennasser Herbstboden und kahle November-Bäume – authentische Arbeits-Momentaufnahme im November 2025 von Roswitha Böhm, Schöpferin von Gedankenteiler.
Vom nassen Dachfrust 2024 zum Rettungseinsatz 2025 – wenn Dachdecker-Transporter und Laternen-November aufeinandertreffen, entsteht eine Geschichte, die sich endlich schließen durfte.

Der Teppich, der nicht mehr weiß wurde

Der Plan: Unser einziger Teppich (weiß, teuer, flauschig, katzenverliebt) sollte endlich gereinigt werden.
Mit einem geliehenen Waschsauger von Rossmann – kostenlos bei Kauf des Reinigers.
Also: gewaschen, gesaugt, geflucht, gewartet.

Ergebnis: Viel Dreck kam raus. Aber der Teppich sieht… nicht wie neu aus.
Aronias Kuschelkissen, unsere Matratze & das Sofa hatten auch ihre ganz eigene Geschichte aus Staub und Altlasten.
Fazit: Sauber, aber nicht wie aus dem Katalog.
Egal. Es riecht frisch. Und ich hab was geschafft. 😅

Schornsteinfeger-Duo trifft auf Karlson

Zweimal im Jahr kommt der Schornsteinfeger – diesmal mit Azubi.
Der Azubi entdeckt mein bemaltes Spitzboden-Türchen „Karlson“ und schaut erst verwirrt, dann amüsiert.
Der Meister sagt trocken: „Da geht’s hoch.“
Ich nur so: „Falls du runterfällst – sag vorher Bescheid, damit ich ein Video machen kann.“

Alle lachen. Winterwartung: bestanden.

Ach ja – ich hab jetzt auch einen Ofenführerschein!
Von der Stadt Osterholz-Scharmbeck, kostenlos.
Ich weiß jetzt, wie man richtig heizt, nachhaltig Holz kauft und einen Ofen wartet. 😎

Hera & ich – Joggend ins bessere Gefühl

Die Tierärztin sagt: Hera muss abnehmen.
Meine Hausärztin sagt: Ich muss mich mehr bewegen.
Die Schwiegermutter sagt: „Ich kann nicht mehr mit dem Hund laufen.“
Ich sage: „Na dann… verbinden wir doch das Nützliche mit dem Nötigen.“

Wir haben sogar einen Jogging-Gurt gefunden – aus Heras Vorbesitzer-Zeit.
Erster Lauf: überraschend gut. Ich bin fast durchgelaufen!
Zweiter Lauf: Hera geht mit mir Laufen. 😅
Aktuell Pause wegen Infekt, Migräne & Wurzelentzündung. Aber: Ich mach weiter. Versprochen.

Pen and Paper: Granaten, Aliens und Cliffhanger

Endlich wieder PnP! Nach ewigem Koordinieren und Ausfällen saßen wir wieder am Tisch. Ich hatte so viel Spaß.
Und wie könnte es anders sein?
Cliffhanger. Aber was für einer:

Ein Charakter will eine Granate aus dem Raum werfen – auf unsere mutierten Alien-Gegner.
Ziel: Flur.
Treffer: Türspalt.
Die Granate steckt fest.
Wir stecken fest.
Ende.
Ob unsere Charaktere überleben? Fortsetzung folgt. 💥

Kreatives im November – Wichtelzauber & ein Berggeist

Der November war ein richtig kreativer Monat – mit Herz, mit Händen und mit Stimme.

Handmade-Wichteln

Ich bin wieder beim Handmade-Wichteln dabei.
Obwohl ich kaum Infos zu meiner Partnerin hatte (Herausforderung angenommen!), ist mein Päckchen bereits fertig – klein, fein und mit viel Liebe gefüllt.
Was drin ist? Psst… wird natürlich erst nach Heiligabend verraten. 🎁
→ Bericht folgt im Dezember 🎄

Neues im Buntivschrank

Auch im Shop gab’s Zuwachs:
Weihnachtsdeko mit Herz & Nachhaltigkeit – handgemacht, bunt und natürlich mit ganz viel Rosi.
→ Jetzt im Buntivschrank erhältlich ✨

Geschichten für Herz & Kopf

Im Schreibkosmos hat sich gleich mehrfach was getan:

Neue Kurzgeschichte

„Der Berggeist, der nicht mehr aufblicken konnte“
Eine Wanderin, ein nervöser Geist, Höhenangst & Herz.
Humorvoll, poetisch und berührend – über Verlust, Mut und den stillen Moment, der uns zurück ins Leben holt. 📚

„Das stille Vermächtnis“ – jetzt auch als E-Book

Nach technischer Verzögerung endlich digital erhältlich – perfekt für Mitternachtsleser:innen, Bett- und Bahnlektüre. 📖
→ Zum E-Book für 0,99 € Einführungspreis

„Ewig verbunden“ – Mystery-Lesung zum Vorlesetag

Meine Marburg-Award-prämierte Geschichte habe ich selbst eingesprochen – mit Atmosphäre, Gefühl und Stimme. 🎧
→ Zur Lesung
Besonderes Highlight: eine Nachricht von Alexander Klymchuk, der die Geschichte für den Vincent Preis vogreschlagen hat. 💜

Ein erster Advent im Zeichen des Miteinanders

Am letzten Tag des Monats, beim Creative Sunday Advent, habe ich mit 5.000 Menschen ein Baumhaus gemalt – 5.000 Bilder werden zu einem großen Gesamtwerk, das zugunsten der Kreativität für Kinder versteigert wird – anstrengend bis zur letzten Minute, aber ich bin unfassbar glücklich, ein Teil davon zu sein.

Ein detailreiches Aquarell-Baumhaus in warmen Gelb- und Rosétönen, eingebettet in die krone eines alten, weit verzweigten Baums mit rosafarbenen Blüten. Eine geschwungene Holztreppe führt hinauf zu einer kleinen Tür mit dem handgeschriebenen Wort „Willkommen“. Neben dem Baum steht ein kleines Schild mit dem Künstlersignatur-Hinweis. Das Motiv wirkt verspielt, märchenhaft und einladend, in klassischer Aquarell-Optik ohne harte Kontraste. Es wurde im Rahmen des Creative Sunday Advent 2025 gemalt und ist Teil eines Gemeinschaftsprojekts von 5.000 Menschen, deren Einzelbilder zu einem großen Gesamtwerk für eine Kinder-Kreativ-Auktion zusammengesetzt werden.
Am Monatsende habe ich mit 5.000 Menschen ein eigenes Baumhaus gemalt – ein Gemeinschaftswerk, das für Kinder-Kreativprojekte versteigert wird, anstrengend bis zur letzten Minute und jeden Pinselstrich wert.

Dreifach-Zusage für 2026 – Worte mit Wirkung

Der November brachte mir wieder dieses stille, zarte Gänsehautgefühl:
Ich bekam gleich drei Zusagen für Veröffentlichungen im neuen Jahr:
1 Gedicht
2 Kurzgeschichten

Und das Schönste?
Sie stehen schon auf meiner Veröffentlichungsseite – ganz offiziell.
Keine Geheimniskrämerei mehr, sondern Vorfreude pur.
Zu meinen Veröffentlichungen
Und hier mein Blogbeitrag dazu: „Die Poesie ist zurück“

Für mich ist das nicht nur Papier.
Das ist Anerkennung, Sichtbarkeit – und ein kleines Flüstern vom Universum:
„Schreib weiter, Rosi. Es lohnt sich.“

Sketchbook on Tour – Kunst soll sichtbar sein

Ich habe beim Projekt „Sketchbook Hamburg“ mitgemacht:
Ein Buch, frei gestaltet – mit Zeichnungen, Collagen, Flash Fiction, sogar einem Rezept.
→ Online sichtbar
→ Und bald auch live in Ausstellungen, z. B. in Einkaufszentren
Weil Kunst nicht elitär sein soll.
Sondern für alle.

Mein Sketchbook anschauen

Ein handgebundenes Sketchbook mit buntem Regenbogen-Cover und gezeichnetem Herzmotiv liegt auf einem Tisch neben dem Begleitschreiben von Sketchbook.Hamburg.
November 2025 im Skizzenbuch – roh, echt und voller Ideen, die noch nicht perfekt sind, aber das Potenzial haben, die Welt ein Stück bunter zu machen.

Clementinenliebe – klein, sauer, himmlisch

Seit Ron seinen Clementinenbaum (Crowdfunding!) hat, essen wir keine Supermarktware mehr.
Dieses Jahr gab’s Demeter-Frühclementinen – klein, ohne Kerne, ein bisschen zu sauer für mich, aber immer noch 100 × besser als der Rest.

Clementinen direkt vom Farmer – Blogbeitrag
Und ganz wichtig:
Clementine ist nicht gleich Mandarine. Finde HIER den Unterschied heraus!😉

Frische Clementinen in einer Versandkiste – direkt vom Farmer aus Spanien geliefert
Klein, sauer, mutig wie der November – diese Clementinen zeigen: Direkt vom Farmer schlägt Supermarkt immer, sogar wenn’s die Wangen kurz zusammenzieht.

Staffel 3 „Alemannia“ – Klischees, Chaos & Klasse

Am Ende des Monats: Kulturzeit.
Wir haben Staffel 3 von Alemannia“ (ARD Mediathek) geschaut – und wieder gefeiert.
Ein überkorrekter Lehrer trifft auf eine bunte Klasse, komplizierte Kolleg:innen & jede Menge Missverständnisse.

Entspannungsübungen wirken wie Hakenkreuze, Aufschrei, Skandal, Auflösung.
→ Satirisch, überzeichnet, aber mit Herz.
→ Gesellschaftskritisch & schmunzelwürdig.
→ Man muss den Humor verstehen – aber dann wirkt er.

Und sonst?

Ich bin müde. Aber dankbar.
Ich hab ein bisschen geweint. Aber auch laut gelacht.
Und ich weiß:
Es sind die kleinen Momente, die den November zu meinem gemacht haben.
Aronia. Schnee. Geschichten. Schneebälle.
Und zwei Männer im Hoodie, die Rollenspiele mögen.

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