(Werbung) Manche Bücher öffnen Türen zu Welten, die man selbst vielleicht noch gar nicht kennt. Genau so ging es mir bei diesem Kinderbuch. Es erzählt von Freundschaft – und davon, wie selbstverständlich unterschiedliche Kulturen miteinander verbunden sein können.
Das Buch
Eva Lezzi / Anna Maria Praßler
Nadja und Elias feiern Pessach
Erscheinungsdatum: 02.01.2026
ISBN: 9783903553484
Vermes-Verlag Ges.m.b.H

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Einleitung
In der Geschichte begegnen wir Nadja und Elias. Die beiden sind befreundet, kommen aber aus unterschiedlichen religiösen Hintergründen. Als Nadja erzählt, dass bald Pessach gefeiert wird und sie bestimmte Dinge deshalb nicht mehr essen darf, wird Elias neugierig. Was bedeutet dieses Fest eigentlich?
Kurzerhand lädt Nadja ihn ein, den Sederabend gemeinsam mit ihrer Familie zu erleben.
Worum geht es im Buch?
Gemeinsam mit Nadjas Familie erlebt Elias das jüdische Pessach-Fest. Dabei lernen die Kinder Schritt für Schritt verschiedene Traditionen kennen – besondere Speisen, Rituale und kleine Bräuche.
So versteckt Nadjas Großvater beispielsweise eine besondere Speise, die die Kinder später suchen müssen. Wer sie findet, bekommt eine kleine Belohnung. Diese spielerischen Elemente machen das Fest für junge Lesende greifbar und lebendig.
Die Geschichte wird von freundlichen Illustrationen begleitet, die viele Details zeigen und neugierig machen.
Meine Meinung
Was mir besonders gefallen hat, ist der interkulturelle Ansatz. Das Buch erklärt das Pessach-Fest nicht trocken oder belehrend, sondern lässt die Lesenden einfach an dem gemeinsamen Abend teilhaben. Die Freundschaft zwischen Nadja und Elias steht im Mittelpunkt – und genau dadurch wird das Thema so zugänglich.
Ich finde es wichtig, Kindern schon früh zu zeigen, dass unterschiedliche Kulturen und Religionen ganz selbstverständlich nebeneinander existieren können. Dieses Buch schafft dafür einen schönen Rahmen.
Auch die Gestaltung hat mir gefallen. Die Illustrationen sind warm und farbenfroh und unterstützen die Geschichte gut. Gerade der Sederteller und die verschiedenen Speisen bieten viele Anlässe, mit Kindern ins Gespräch zu kommen.
Am Ende des Buches gibt es außerdem zusätzliche Informationen über das Pessach-Fest sowie ein Rezept für Charosset – eine traditionelle Speise, die auch in der Geschichte vorkommt. Solche Ergänzungen mag ich sehr, weil sie Wissen und Geschichte miteinander verbinden.
Der Schreibstil ist klar und verständlich, zum Vorlesen sehr geeignet. Meiner Einschätzung nach passt das Buch am besten für Kinder ab etwa fünf oder sechs Jahren, da jüngere Kinder manche Inhalte vermutlich noch schwer einordnen können.
Fazit
Ein schönes Kinderbuch, das auf ruhige und respektvolle Weise ein jüdisches Fest erklärt.
Besonders gelungen finde ich, dass hier Wissen ganz nebenbei vermittelt wird – eingebettet in eine freundschaftliche Geschichte.
Nicht nur für Kinder interessant, sondern auch für Erwachsene, die mehr über Pessach erfahren möchten.