Platz 13 beim Schreibwettbewerb: Top 20 und Anthologie

Es gibt Tage, da ist das Internet wie ein Überraschungsei – nur eben mit Ergebnisliste statt Spielzeug. Du klickst nichtsahnend auf ein Posting, und zack: Gänsehaut, Schnappatmung, Herzklopfen. Und irgendwo in meinem Hinterkopf ruft eine Stimme: „Ruhig bleiben, Rosi. Tu so, als wärst du erwachsen.“

Spoiler: Hat nicht geklappt.

Denn heute stand da plötzlich ganz frech schwarz auf weiß – beim anonymen Schreibwettbewerb von Axel schreibt (Jurywertung plus Publikumswertung):

Platz 13: „Franzbrötchen für die Sterne“ – von Roswitha Böhm.
(Ja. Das bin ich. Ich hab’s dreimal gelesen, bevor mein Gehirn es offiziell akzeptiert hat.)

Und dann kam der Satz, der mich erst beim zweiten Lesen so richtig umgehauen hat:

Platz 13 heißt Top 20. Und Top 20 heißt: Anthologie.

Nicht „knapp vorbei“. Nicht „immerhin“. Sondern: drin. im Buch. Wenn ich will. Und glaub mir: Ich will. 😁

Ergebnisliste des anonymen Schreibwettbewerbs von Axel schreibt: „Franzbrötchen für die Sterne“ auf Platz 13 (Top 20, Anthologie).
[Screenshot] Platz 13, Top 20, Anthologie – „Franzbrötchen für die Sterne“ hat sich einen Platz zwischen Buchseiten erkämpft.

Wenn der Zimtduft plötzlich nach Sternen riecht

Falls du meinen Beitrag „Folge dem Zimtduft“ kennst, weißt du, wie viel Herz da dran hängt. Ein anonymer Schreibwettbewerb ist nämlich ein kleines Wagnis: Du schickst deinen Text ohne Namensschild raus. Kein Bonus durch Bekanntheit, kein „Ach, von der hab ich schon mal gehört“. Nur Worte. Nur Wirkung.

Das Thema war herrlich schräg und gleichzeitig überraschend tief: Kuckuckskinder aus dem All. Wesen, die in fremden Welten aufwachsen, angepasst, irgendwie fehl am Platz – bis die Wahrheit irgendwann durchs Weltall geflattert kommt.

Meine Geschichte roch beim Schreiben nach Hefe, nach Zimt und nach diesem Gefühl: „Irgendwas stimmt hier nicht, aber ich komm noch nicht drauf.“ Zwischen Mehlstaub und Sternenlicht ist so „Franzbrötchen für die Sterne“ entstanden – mit viel Gefühl, viel Fantasie und einem Hauch Rosi-Magie.

Warum ich die 13 jetzt offiziell adoptiere

Klar, mein erster Impuls war: „Da sind ja noch zwölf vor mir.“ Und dann hab ich mich innerlich einmal freundlich am Kragen gepackt. Schluss mit dem Kleinreden.

Platz 13 ist verdammt nochmal richtig gut.
Weil es eben nicht nur eine Zahl ist, sondern ein Ergebnis aus Jurywertung plus Publikumswertung. Und weil Top 20 in diesem Wettbewerb ganz konkret bedeutet: Veröffentlichung in der geplanten Anthologie.

Jemand hat diese Geschichte gelesen, gefühlt, bewertet – und gesagt: Die gehört da rein. Ohne Netzwerk, ohne Bonuspunkte, ohne „Oh, der Name zieht“. Nur mit einer Geschichte, die gebacken wurde aus Herzblut, Fantasie und einem Hauch Zimt.

Applaus für alle, die sich getraut haben

Wettbewerbe sind mutig. Anonyme Wettbewerbe sind mutiger, weil man literarisch gesehen ein bisschen nackt dasteht – und hofft, dass niemand mit Tomaten wirft (außer sie sind Bio und kommen mit Basilikum).

Deshalb: Herzlichen Glückwunsch an alle, die vorne gelandet sind – und genauso Hut ab vor allen, die mitgemacht haben. Herz in Worte gießen und loslassen ist mutiger, als viele denken.

Warum ich das hier aufschreibe (und mir notfalls laut vorlese)

Ich hab mir fest vorgenommen, Erfolge nicht mehr sofort kleinzufalten. Nicht in „Ach, war halt Glück“ zu verwandeln. Nicht so zu tun, als wäre das nichts.

Also steht es hier, ganz offiziell, schwarz auf weiß – für mich und für alle, die manchmal vergessen, wie weit sie schon gekommen sind:

Ich habe mit „Franzbrötchen für die Sterne“ Platz 13 erreicht.
Ich bin damit Top 20.
Und ich habe einen Platz in der geplanten Anthologie.

Dein Platz 13 ist mehr, als du denkst

Wenn du gerade selbst kreativ an etwas arbeitest – Schreiben, Malen, Werkeln, irgendwas mit Herz – dann nimm das hier als liebevollen Schubs:

Dein „Platz 13“ ist nicht „knapp vorbei“.
Dein „Platz 13“ ist: Ich bin weiter als gestern.

Und das zählt.

Jetzt wird gefeiert. Mit einem Franzbrötchen (oder zwei), mit Dankbarkeit – und vielleicht ein bisschen Zimt in der Luft. Weil die Welt bunter werden darf. Und heute streu ich Glitzer drüber.

Wenn du magst: Was war dein letzter „Platz 13“-Moment? Einer, den du fast unter den Teppich gekehrt hättest – obwohl er eigentlich richtig, richtig gut war? Erzähl’s mir gern in den Kommentaren. Ich stoß virtuell mit Zimtsirup an. 🥂😄

Schreibe einen Kommentar