Schräger Goblin-Spaß: Spiel mir das Lied vom Goblin

(Werbung) Ein sprechender Esel. Ein Basilikumtopf, der ohne Unterlass Haferbrei kocht. Rebellische Goblins. Und mittendrin Isabella Nagg, die nach Jahren einer freudlosen Ehe plötzlich entdeckt, dass sie offenbar ein Händchen für Magie hat. Die Grundidee der Fantasy-Neuerscheinung ist herrlich – und mein erster Eindruck macht Lust auf mehr. In dieser Rezension zu „Spiel mir das Lied vom Goblin“ erfährst du, ob sich das Buch von Oliver Darkshire lohnt.

Das Buch

  • Autor: Oliver Darkshire
  • Titel: Spiel mir das Lied vom Goblin
  • Erscheinungsdatum: 25.03.2026
  • ISBN: 9783764533632
  • Verlag: Penhaligon
Das geöffnete Taschenbuch „Spiel mir das Lied vom Goblin“ von Oliver Darkshire lehnt an einem großen, weißen Plüschbären mit rotem Ärmel. Im Hintergrund ist ein blaues, gemustertes Meditationskissen zu sehen. Das Buchcover zeigt eine Frau im roten Kleid, einen Esel und eine Katze auf vanillegelben Grund.
Schräger Lesespaß mit Kuschel-Faktor: Spiel mir das Lied vom Goblin ist ab sofort beim sozialen Buchhandel Buch7 erhältlich. (Mit einem Kauf über diesen Link unterstützt du ohne Aufpreis meinen Blog und soziale Projekte.)

Worum geht’s in „Spiel mir das Lied vom Goblin“?

Isabella Nagg ist seit Jahren unglücklich mit dem griesgrämigen Farmer Nagg verheiratet. Das Familieneinkommen sichert er durch den Verkauf von Alrauneblättern an den lokalen Zauberer – bis dieser spurlos verschwindet. Als Entschädigung lässt Nagg ein Grimoire mitgehen, lässt es nach einem Streit bei Isabella zurück und verschwindet. Isabella nutzt die Gelegenheit für erste magische Experimente: Mit einem Zaubertee bringt sie ihren Esel und ihren Basilikumtopf zum Sprechen. Unterstützt von einem katzenartigen Fabelwesen wächst sie schnell in die Rolle einer Hexe hinein – bis rebellische Goblins das beschauliche Dorfleben vollends auf den Kopf stellen.

Meine Meinung zum Buch

Der Vergleich mit Terry Pratchetts Scheibenwelt liegt auf der Hand – und Oliver Darkshire lädt ihn durch seinen exzessiven Einsatz von Fußnoten auch aktiv ein. Der Humor ist allerdings ein anderer: klamaukiger, derber, stärker auf Situationskomik setzend. Wer genau das sucht, ist hier sehr gut aufgehoben.

Die Atmosphäre des Buches ist wirklich charmant. Das skurrile Dorfleben mit seinen eigensinnigen Kreaturen hat eine märchenhafte Qualität, die sofort einnimmt. Isabella ist eine sympathische Protagonistin, deren Entwicklung von der unterdrückten Farmersfrau zur Hexe mit echter Freude zu verfolgen ist.

Was mich im Verlauf allerdings zunehmend beschäftigt hat, ist das Fehlen eines klaren roten Fadens. Die Geschichte verliert sich in zu vielen Nebenschauplätzen und absurden Ideen – was anfangs noch charmant wirkt, führt dazu, dass kaum echte Spannung aufkommt. Man liest gut gelaunt vor sich hin, aber irgendwohin führt das Ganze nicht so richtig.

Fazit

Spiel mir das Lied vom Goblin ist kein tiefgründiges literarisches Meisterwerk – und will es auch gar nicht sein. Es ist kurzweilige, flott zu lesende Unterhaltung mit einem schrägen Humor, einer charmanten Protagonistin und einer Menge skurriler Ideen. Wer sich davon ein bisschen mehr Struktur wünscht, wird leicht enttäuscht. Wer einfach nur gut unterhalten werden möchte, ist hier genau richtig.

Hast du das neue Fantasy-Buch von Oliver Darkshire schon gelesen oder steht es noch auf deiner Merkliste?

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