Magische Welt mit Chaospotenzial

(Werbung) Magische Türen, andere Welten, seltsame Wesen – klingt vertraut? Whisperwicks – Die Suche nach den Flüsterflammen von Jordan Lees nimmt dieses bekannte Fantasy-Konzept und macht etwas Eigenes daraus.

Was mir von Anfang an gefallen hat: Die Welt ist nicht nur fantasievoll, sondern auch emotional tief. Besonders der Protagonist Benjamiah ist eine Figur, die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Ein Außenseiter, sensibel, still, irgendwie verloren – und gleichzeitig mutiger, als er selbst denkt. Genau mein Lesetyp. 😊

Das Buch

Jordan Lees
Whisperwicks – Die Suche nach den Flüsterflammen

Erscheinungsdatum: 15.10.2025
Buch: ISBN: 9783328303817 Penguin JUNIOR
Hörbuch: ISBN 9783844554861 Der Hörverlag

Buchcover von „Whisperwicks – Die Suche nach den Flüsterflammen“ von Jordan Lees: Ein Junge steht in einer nächtlichen, verschneiten Baumallee, leuchtende Laternen hängen in den Ästen, Karten schweben durch die Luft, Bücher stapeln sich am Rand – geheimnisvolle, märchenhafte Atmosphäre.
Ein Buch wie ein leises Flüstern zwischen Seiten: Whisperwicks entführt in eine geheimnisvolle Welt voller Magie, Bücher, Rätsel und leuchtender Hoffnung. Ideal für Kinder (und Erwachsene), die Geschichten lieben, in denen Fantasie und Mut Hand in Hand gehen.

Erhältlich bei buch7, dem sozialen Onlinebuchhandel.
Mit jedem Einkauf werden soziale Projekte unterstützt – für dich bleibt der Preis gleich.
📚 HIER BESTELLEN

Worum geht’s?

Im Mittelpunkt steht der Junge Benjamiah Creek, der nicht recht in seine Welt zu passen scheint. Bücher sind sein Rückzugsort – und genau darüber gerät er in die geheimnisvolle Parallelwelt von Whisperwicks.

Dort gibt es nicht nur sprechende Kreaturen, sondern auch ein magisches Bezahlsystem mit Spielkarten (zu dem ich gleich noch komme …), Flüsterflammen, Portale und jede Menge Geheimnisse. Benjamiah ist auf der Suche – nicht nur nach einem Ausweg, sondern auch nach einem Platz, an den er gehört.

Begleitet wird er dabei von faszinierenden Figuren, die weit mehr sind als bloße Nebencharaktere. Die Geschichte entwickelt sich zu einer Reise voller Prüfungen, Rätsel – und einer Spur zu viel Chaos.

Meine Eindrücke: Magisch, empathisch – und irgendwann einfach zu viel

Fangen wir mit dem Positiven an – und davon gibt’s einiges:
Der Schreibstil ist angenehm, gut lesbar und stilistisch rund. Ich war schnell drin und habe mich gern von der Geschichte tragen lassen. Besonders die kleinen Zitate über Bücher, Fantasie und Magie haben mich berührt. Sätze wie „Lesen ist auch eine Art von Zauberei“ sind nicht nur hübsch, sondern bleiben im Kopf.

Benjamiah ist für mich der emotionale Kern des Buches. Ich konnte mich richtig gut in ihn hineinversetzen – seine Unsicherheit, seine Sehnsucht, sein inneres Leuchten trotz aller Zweifel. Er ist kein Held im klassischen Sinne, aber gerade das macht ihn so besonders.

Weniger rund war für mich das Bezahlsystem mit den Spielkarten – ein zentraler Aspekt in der Parallelwelt, den ich bis zum Schluss nicht wirklich verstanden habe. Die Idee wirkte originell, aber auch unausgereift und zu wenig erklärt. Leider kein Einzelfall.

Denn: So schön die Welt auch ist – irgendwann wurde mir alles zu wirr.
Die Geschichte scheint sich ab der Mitte zu überschlagen. Neue Wesen, neue Regeln, neue Bedrohungen – gefühlt auf jeder Seite passiert etwas, das wieder alles verändert. Es fühlte sich ein bisschen so an, als hätte jemand einen Topf voller Mythen, Märchen und Fantasieelemente ausgeschüttet – und versucht, alles auf einmal zu erzählen.

Fantasie ist wichtig – gerade in Kinder- und Jugendbüchern! Aber selbst mir als erfahrene Fantasyleserin wurde das irgendwann zu anstrengend. Ich hätte mir weniger „Mehr“ und mehr Tiefe gewünscht.

Fazit: Eine besondere Geschichte mit viel Gefühl – aber zu vielen Ideen

Whisperwicks – Die Suche nach den Flüsterflammen ist ein Buch voller Magie, wunderbarer Zitate und einer berührenden Hauptfigur. Die Welt ist reich, der Stil angenehm, das Cover wunderschön – ein echter Hingucker, der zum Träumen einlädt.

Aber: Weniger wäre hier mehr gewesen. Die Parallelwelt hätte mehr Klarheit vertragen, das Kartensystem mehr Erklärung – und die Mythologie einen roten Faden.

Trotzdem bleibt ein positiver Gesamteindruck: vor allem dank Benjamiah, der mich auf emotionaler Ebene überzeugt hat.

Schreibe einen Kommentar